Kurznachrichten 2002/2
Weltreise
der Aschauer Kindergartenkinder war Höhepunkt beim „Spatzennest-Fest“: Aschau
(hö) 08.07.02 - Es wäre so schön
gewesen mit der wohl vorbereiteten Reise rund um die Welt. Doch die Kinder und
die Verantwortung tragenden Erwachsenen des gemeindlichen Kindergartens
„Spatzennest“ hatten bei ihren Reisevorbereitungen nicht mit einem
„hinterlistigen“ Wetter
gerechnet. So musste die als „Open air“-Veranstaltung angekündigte
Sommerfestivität in den zumindest für die Mitwirkenden überdachten Kurparkbau
verlegt werden. Denn pünktlich auf die Minute des vorgesehenen Beginns kam der
starke Regen. Bis zum Ende der Vorführungen harrten allerdings die zahlreichen
Besucher unter den farbenfrohen Schirmen aus. Und dann hörte der Regen auch
wieder pünktlich auf als die Reise um den Globus beendet war.
Claudia
Scheck als Kindergartenleiterin brauchte schon viele Nerven und
Organisationstalent, dass bei diesen Wetterkapriolen alles wie am Schnürchen
klappte. Aus den drei Gruppen des 75 Kinder zählenden Kindergartens
„Spatzennest“ kamen für die heurige Sommerfest-Vorführung viele Ideen zum
Thema „Reise um die Welt“. Den Start am Chiemsee vermittelten die Buam mit
einem schneidigen, typisch bayerischen Holzhacker-Marsch. Die nächsten
Stationen, die entsprechend einer Flaschenpost-Geschichte erreicht und die immer
im landestypischen Gewand vorgeführt wurden, waren Schottland mit
Dudelsack-Pfeifern und Trommlern sowie Amerika mit einer Cowboy-Einlage. In
Brasilien eroberten die Mädchen mit einem Limbo-Tanz die Herzen der Besucher
und nach einem Singspiel in China verirrte man sich im afrikanischen Dschungel.
Glücklicherweise ging die Gefangennahme eines Urwaldforschers noch einmal gut
aus, weil dieser den Menschenfressern vormachte, dass er nur mit Senf richtig
schmecke. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „We are the world“ schlossen die
Kindergarten-Kinder vom „Spatzennest“ ihre Reise erfolgreich ab. Und nachdem
nach der theoretischen Rückkehr in die Heimat auch noch der Regen praktisch
aufhörte, kamen auch noch die kulinarischen Vorzüge zum Tragen. Kaffee und
Kuchen sowie Würstel und Beilagen schmeckten nicht nur den Kleinen, sondern
auch den Eltern und den vielen Ehrengästen. Zu diesen zählten auch die drei Bürgermeister
Kaspar Öttl, Karl Haberstock und Benno Pertl.
Vereinsmeisterschaften
und Bürgermeisterlob bei Hufeisenfreunden von Kaltenbach: Kaltenbach
(hö) 06.07.02 - Franz Mayer aus
Vachendorf heißt der neue Meister
der Hufeisenwerfer von Kaltenbach. Dort traten In großer Zahl die Frauen und Männer
des in den letzten Jahren stark gewachsenen Vereins an und sie ließen sich auch
von regnerischen Wetterabschnitten nicht die Laune verderben. Die Meisterschaft
im Rahmen des traditionsreichen „Sepp-Gaggn-Turnieres“ konnte komplett
abgewickelt und mit einer zünftigen Vereinsfeier abgeschlossen werden.
Bevor
Vorstand Peter Freund nach dem Turnier die Siegerehrung vornehmen konnte, freute
er sich mit Bürgermeister Christian Fichtl ein am Vereinsgeschehen stark
interessiertes Mitglied begrüßen zu dürfen. Fichtl seinerseits dankte für
die etwa 60 Leute, die sich im Sinne des Vereins einen ganzen Nachmittag betätigten.
Ein Extra-Lob galt vom Gemeindeoberhaupt
noch Vereinskamerad Fritz Appel aus Prien. Er erstellte vom Spatenstich bis zur
Einweihung des Hufeisenheimes im vorjährigen August einen Film, der drinnen in
der Hütte immer wieder für die Besucher gezeigt wurde. Draußen auf der Wiese
trafen sich insgesamt acht Mannschaften mit jeweils vier aktiven Mitgiedern zum
Vergleich. Dabei siegte bei weiblich-männlich gemischter Besetzung das Team von
„Moar“ Rudi Fellner vor den Mannschaften von Albert Riedl und Fritz Appel.
Beim Einzelwerfen kamen hinter Franz Mayer die Werfer Rudi Fellner, Hans
Steindlmüller, Seppi Freund und Maria Freund auf die besten Plätze. Der
sogenannte „Schneiderpreis“ ging an Karin Bensemann. Für alle Mannschaften
und Einzelteilnehmer gab es Pokale und schöne Sachpreise. Mit einer
Grillbrotzeit endete die diesjährige Vereinsfeier der Hufeisenfreunde von
Kaltenbach.
Erstes
Kurkonzert der Jugendkapelle aus den Reihen der Blaskapelle Prien: Prien
(hö) 06.07.02 - Ihre helle Freude
hatten die Besucher und vor allem die „Alt-Musikanten“ als die Jugendlichen
aus den Reihen der Priener Blaskapelle zu ihrem ersten Jugend-Kurkonzert im
Kleinen Kursaal im Haus des Gastes auftraten. Genau zwanzig Dirndl und Buam hieß
Kurdirektor Thomas Eisenhofer als hoffnungsvolle Musikanten-Gemeinschaft
willkommen. Seit fünf Jahren üben die Jugendlichen unter der Leitung der
Blaskapellen-Dirigentin Michaela Haindl und von Jugendleiter Thomas Obermüller.
In der nunmehrigen Besetzung proben die Jungmusikanten seit einem Jahr. Welch
hervorragenden Leistungen aus dieser Probenarbeit entstanden sind, konnte sich
wahrlich hören lassen. Drei Querflöten, sechs Klarinetten, ein Saxophon, sechs
Trompeten, ein Tenorhorn, zwei Tuben und ein Schlagzeuger formten sich zu einem
blasmusikalischen Klangkörper zusammen. Das Durchschnittsalter von 15 Jahren lässt
für die Zukunft hoffen. Anspruchsvoll war das Programm des
Premieren-Kurkonzertes, zu dem Michaela Haindl die Mitwirkenden persönlich
vorstellte und dabei den Humor nicht zu kurz kommen ließ. Das Konzert-Programm
begann mit dem „Bozener Bergsteiger Marsch“, mit einem klassischen Canon von
Johann Pachelbel aus dem 17. Jahrhundert und mit dem „Nandl-Walzer“ aus dem
Repertoire der Teisendorfer Tanzlmusik. Im weiteren Verlauf wagte sich die
Jugendblaskapelle auch an die Beethoven-Melodie „Freude schöner Götterfunken“
und an die Film-Melodie „Don´t cry for me Argentina“. Dem Zuschauer- und
Applaus-Zuspruch entsprechend gab es abschließend noch den
„Heimatland-Marsch“ und den „Ruetz-Marsch“ als Zugabe der
Jung-Musikanten.
Schönes
Vereinspreisplatteln in Hohenaschau: Hohenaschau
(hö) 01.07.02 – Schlag auf Schlag ging es beim heurigen Vereinspreisplatteln
mit Dirndldrahn des Trachtenvereins „D´Griabinga“ Hohenaschau. Hierzu
fanden sich neben den vielen Teilnehmern vor allem auch zahlreiche Eltern des
Nachwuchses ein, um sich ein Bild vom Leistungsstand nach allerhand Probenmühen
zu machen. Auch Bürgermeister Kaspar Öttl informierte sich von der Qualität
der Brauchtumsarbeit innerhalb des Hohenaschauer Trachtenvereins. Dessen Erster
Vorstand Schorsch Pfaffinger machte in seinen Grußworten deutlich, dass die
Jugendarbeit einen besonders hohen Stellenwert im ganzjährig aktiven Verein
hat. Ein besonderer Gruß und Dank galt den Mitgliedern der Achentaler Tanzlmusi,
die für die saubere musikalische Begleitungen bei den Schlagplattlern und für
die Dreherinnen sorgten. Für die rechte Bewertung sorgten die Preisrichter
Christian Parigger und Christoph Bauer junior aus Sachrang sowie Georg Fischer
junior und Lenzi Obermüller aus Prien. Ihre Benotungen ergaben folgende
Ergebnisse beziehungsweise Sieger:
Buam
I: Maxi Neumüller. Dirndl I: Veronika Wörndl. Buam II: Johannes Bauer. Dirndl
II: Veronika Neumüller. Buam III: Michael Stein. Dirndl III: Lisa Lettenbichler.
Aktive Buam: Franzi Eder. Aktive Dirndl: Stefane Stroecks. Passive Buam: Franz
Anner. Beim Gruppen-Platteln setzten sich die als „Könige“ zusammengelosten
Buam Franz Anner, Josef Bauer, Schorsch Pfaffinger und Sepp Stangl gegen die
Kindergruppe vor der „Sau-„, „Unter-„ und „Ober-Gruppe“ durch. Ein
besonderer Dank galt vor der Preisverteilung allen Jugendleitern, Vorplattlern
und Vereinsspielern für ihre unermüdliche Probenarbeit. Auch den Eltern der
Trachtenkinder dankte Vorstand Pfaffinger, da sie die Trachtenarbeit finanziell
und mit viel Freizeitopfern unterstützen. Zur Freude aller Teilnehmer gab es
zum Abschluß noch schöne Preise. Krügerl, Pokale und Vasen sowie Hemden für
die Buam und Trachtenblusen für die Dirndl waren der Lohn für die gezeigten
Leistungen.
Bergwacht
rettet schwerverletzten Holzarbeiter: Aschau-Sachrang (hö) 28.06.02 -
Ein schwerer Arbeitsunfall eines kroatischen Holzarbeiters im Zellerhorngebiet
bei Aschau im Chiemgau wurde der Bergwachtbereitschaft Sachrang in diesen Tagen
von der Rettungsleitstelle Rosenheim gemeldet. Der Ablauf der Rettungsaktion
wurde von Bergwachtkamerad Sebastian Pertl aus Sachrang niedergeschrieben:
Schon
kurz nach ihrer Alarmierung über Piepser waren drei Bergwachtmänner und
Bergwachtarzt Dr. Gerhard Weidenthaler mit Notfallausrüstung und Arztrucksack
unterwegs zur Unglücksstelle in der sogenannten Mooswand oberhalb von Einfang.
Die restlichen Kameraden der Piepser-Mannschaft bereiteten am Aufstieg im Tal
das Bergungsgerät mit Vakuumbett und Bergesack vor. Nach Eintreffen der
Rettungsmannschaft an der Unglücksstelle stellte sich bei der Untersuchung des
26-jährigen Verunglückten heraus, dass aufgrund seiner erlittenen
Kopfverletzungen eine rasche Bergung mit einem Rettungshubschrauber erforderlich
war. Unverzüglich wurde über die Rettungsleitstelle eine Maschine mit Winde
angefordert und kurz darauf kam die Zusage, dass der Rettungshubschrauber
Christoph 1 aus München im Anflug sei. Schon zehn Minuten später setzte
Christoph 1 am vorbereiteten Landeplatz in Einfang zur Landung an. Nachdem die
Besatzung mit der Einsatzleitung die Lage abgeklärt hatte und die Maschine für
die Windenbergung umgerüstet war, startete Christoph 1 mit einem ortskundigen
Bergwachtmann zur Unglücksstelle. Über einer kleinen Lichtung brachte der
Pilot seine Maschine in Position und der
Notarzt mit Bergwachtmann konnten mit der Seilwinde 50 Meter zur Unglücksstelle
abgeseilt werden.
Da
der Verletzte von der Rettungsmannschaft mit Dr. Weidenthaler schon umfassend
versorgt und in Vakuumbett und Bergesack gelagert war, konnte der
Rettungshubschrauber den Verunglückten, begleitet vom Notarzt, zügig mit der
Seilwinde aufnehmen und nach einer Umlagerung im Hubschrauber am Tallandeplatz
zur Versorgung ins Klinikum Rosenheim fliegen.
Atzinger
Jugend trotzt Wetter und hat Erfolg bei wood-party im Buchenwald:
Wieder
drei Bände aus dem Priental zur Erweiterung der Aschauer Chronik – Themen
sind Handel und Gewerbe, Erzählungen, Vereine und Schulwesen
Bürgermeister
Kaspar Öttl hatte in Anwesenheit seiner Stellvertreter Karl Haberstock und
Benno Pertl sowie von Zweiten Bürgermeister Wolfgang Maurer von der
Nachbargemeinde Samerberg eingangs ein besonderes Anliegen. „Wenn wir heuer
mit insgesamt 22 Bänden und einer Gesamt-Chronik auf den Markt kommen, dann
haben wir das nicht nur dem Können und Fleiß der forschenden und schreibenden
Leute zu verdanken. Ein Großteil des Verdienstes gehört auch den Spendern und
Sponsoren“. Konkret nannte der Bürgermeister das Aschauer Planungsbüro
Gerhard Inninger, die Anwälte-Gemeinschaft Dr. Werner Scheuer und Karl W.
Fricke aus Rosenheim und der heimische Möbel-Desinger Nils Moormann und den
Heimat- und Geschichtsverein Aschau. Zusammen mit der Druckerei Oberholzner und
dem Atelier Gloggnitzer aus Laufen sowie mit Hilfe von Frau Dr. Margot Hamm
gelangen wieder drei qualitativ hochwertige Bände mit mehr Bilderanteilen als
bisher. Die neuen Bände befassen sich mit folgenden Themen: der Band 16 hat den
Titel „Gewerbe, Handwerk, Zoll“. Auf insgesamt 525 Seiten informieren Frau
Dr. Elisabeth Schepers (bis ins 18.
Jahrhundert), Otto Feldbauer, Hand Rucker und Hans Pumpfer (19. und 20.
Jahrhundert), Heinrich Holzapfel
(Maut und Zoll) und Hans Meck (Strom- und Wasserversorgung). Geschichten aller
Art sind im Band 17 enthalten. Als Autoren zeichnen Rosemarie Anner, Max
Wechselberger und Hans Rucker verantwortlich. Ein interessanter Bestandteil
dieses Bandes ist dem reichen Leben der insgesamt 50 Aschauer Vereine gewidmet.
Mit den Geschichten soll, wie Wolfgang Bude bei der Erörterung sagte, ein
Fenster zum vergehenden Aschau offen bleiben und zugleich soll dank der
Vereinsbeiträge das Zusammenleben vor Ort noch transparenter und besser werden.
Erinnerungen
an Schulwesen früherer Tage
Reichlich
durchleuchtet im eigenen Band 18 wurde das Kapitel „Schulwesen“. Auf
insgesamt 455 Seiten werden die Entwicklungen und Besonderheiten in der
Herrschaft Hohenaschau und in der Gemeinde Aschau dargestellt. Die Grundlage für
diesen Band schuf der vor zwei Jahren verstorbene Lehrer Hans Hoesch aus
Frasdorf. Hoesch hatte unendlich viele Staatsarchiv-Eintragungen für die
Aschauer Chronik ausgearbeitet. Seine Niederschriften zum Schulwesen übernahm
Elisabeth Lukar-Götz, die aus der reichen Stoffsammlung einen Quellenband
schuf. Diesem ist im Anhang noch die Geschichte von Max Hickl, dem „Lehrer von
Stein“ mit rund 100 seiner Fotos angegliedert.
Mit volksmusikalischen Weisen der Geschwister Bauer aus Sachrang, mit Blumen für die Frauen aus den Reihen der Autoren-Familie sowie mit der vielfach wahrgenommenen Gelegenheit, die drei neuen Quellenbände zu erwerben, endete die Präsentation in der Schlosseinkehr. Zuweilen war den Käufern der dicken, roten Bücher anzumerken, dass sie es kaum erwarten konnten, daheim in Ruhe hineinzuschauen. Der Blick in die Chronikbände lohnt sich für Aschauer allemal. Schließlich ist es ihre Geschichte, die lehrreich und unterhaltsam zusammengestellt worden ist. Die neu präsentierten Bände sowie auch bereits früher herausgegebene Quellenbände sind ab sofort bei der Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937 erhältlich.
Wirte
informieren sich bei Chiemsee-Info-Center und wollen stärker mit Tourismus
zusammenarbeiten
Schafhalter informieren sich über Maschinenring und planen Grillfest am 30. Juni: Stephanskirchen (hö) 20.06.02 - „Was kann der Maschinen- und Betriebshilfsring Rosenheim für die Mitglieder der Schafhaltervereinigung von Rosenheim Gutes tun?“, diese Frage stand im Mittelpunkt einer Informations- und Mitgliederversammlung im Antretter-Saal von Stephanskirchen. Schafhalter-Vorstand Klaus Fackeldey, der unter den interessierten Gästen auch Ehrenvorstand Robert Groeger begrüßen konnte, erläuterte die Bandbreite der Hilfsmöglichkeiten des Maschinenrings. Seit 40 Jahren steht diese Gemeinschaft mit haupt- und nebenberuflich Beschäftigten sowie mit modernstem Fuhr- und Maschinenpark im Dienst der Bürger, Firmen, Gemeinden und Organisationen. Beim Winterdienst, in den Tagen der Sommerernte oder für die Landschaftspflege gibt es umfassende Einsatzmöglichkeiten. Der nächste Termin für die Schafhalter ist am Sonntag, 30. Juni ab12 Uhr ein Grillfest beim Blank in Kurf. Die Mühlbach-Musi aus Prien, Köstliches vom Lamm und vom Grill sowie Kaffee und Kuchen lassen einen schönen langen Tag im Kreise Gleichgesinnter erwarten. Am 15. November ist ein Lammkoch-Kurs, zu dem man sich bereits jetzt bei Vorsitzendem Klaus Fackeldey und bei Schriftführerin Irmi Lohmeyer, Telefon 08031-5176 anmelden kann.
Eine fünfte Glocke im Kampanile?: Frauenchiemsee (fw) 11.06.02 – Gebeine und Schädel gehören zusammen. Das wurde jetzt von höchster wissenschaftlicher Stelle bestätigt. In diesem Jahr sollen nun die Gebeine neu gefasst werden und wieder in den ursprünglichen Glasschrein zurückgelegt werden. Aus diesem Anlass soll das Turmgeläut, welches zur Zeit nur mit vier Glocken geläutet wird, wie ursprünglich, wieder mit fünf Glocken geläutet werden. Im Zweiten Weltkrieg mussten drei Glocken geopfert werden, jedoch nur zwei wurden bisher wieder erneuert. Da die Kuratie alleine die Kosten für eine neue Glocke nicht aufbringen kann und der Glockenstuhl ebenso einer Erneuerung bedarf, bittet der Kurat um Spenden auf das Konto 2800977 bei der Raiffeisenbank Gstadt BLZ 71161964 unter dem Stichwort „Kampanile“
Spiel mit See und
Alpenblick: Obing (fw) 14.06 02 – Mit
Prominenz wurde der neue Neun-Loch-Golfplatz in Obing eröffnet. Den ersten,
quasi goldenen Ball schlug der elfjährige Philipp Stelzer, der nach bereits
zwei Jahren sein erlerntes Können zeigte.
Fritz Wepper, Sascha Hehn, Peter Radcliff und Chris Hoog eröffneten anschließend
mit einem Schauturnier die Saison. Die Betreiber, Peter Radcliff und Chris Hoog,
sind sich sicher, dass ihr Konzept aufgeht. Obwohl im Chiemgau bereits mehrere
Golfplätze vorhanden sind, wird ein Platz mit einer von der Natur modellierten
Landschaft und dieses wunderschöne Chiemgauer Bergpanorama mit Blick über den
Obinger See, immer erfolgreich sei.
Überflutete Keller,
Murenabgänge und überschwemmte Straßen:
Traunstein (fw) 08.06.02 – Stundenlange Einsätze der Feuerwehren wegen überfluteter
Keller, überschwemmten Straßen und Unterführungen. Zwischen Tacherting und
Siegsdorf rückten mehr als 20 Feuerwehren aus, um die Schäden der starken
Regenfälle zu beseitigen. Der Schwerpunkt war Trostberg und Traunstein. Die
Bundesstraße 299 bei Trostberg wurde durch Muren aus Geröll, Sand und Kies
regelrecht überschüttet. In den Wohnhäusern am Möglinger Feld, gab es keinen
einzigen Keller mehr, der nicht von der Feuerwehr ausgepumpt werden musste.
Autos blieben in den Unterführungen stecken und wurden von den Floriansjüngern
aus dem Wasser gezogen. Nachbarhilfe war in Erlstätt angesagt, da die Feuerwehr
nicht mehr nachkam. Der meiste Regen viel wohl in Chieming. Dort gingen 61 Liter
Regen je Quadratmeter zu Boden. Die Menge, die sonst in einem Monat niederfällt.
Der
Notenschatz des Müllner-Peter von Sachrang findet volksnahe Begeisterung: Benefiz- und Kirchenkonzert zugunsten des Müllner-Peter-Vereins von
Sachrang: Sachrang
(hö) 03.06.02 - Rund 200 Jahre zurückversetzt
konnten sich die Besucher eines ausverkauften Benefiz- und Kirchenkonzertes in
der Pfarrkirche „St. Michael“ von Sachrang fühlen. Musik und Gesang aus der
schier unerschöpflichen Notensammlung des Peter Huber („Müllner-Peter“)
kamen wieder einmal und zum Teil in ganz neuer Bearbeitung zur Aufführung. Der
Oberaudorfer Hans Berger mit seinem instrumental wie vokal anspruchsvollem
Ensemble sowie der stark besetzte Müllner-Peter-Chor waren die eine Seite für
die außergewöhnliche Atmosphäre.
Die
andere Seite bildeten die Sonnenuntergangs-Stimmung eines wunderbaren Sonntages
mit einem Licht, das im Kirchen-Innern das wunderbare Altarraum-Bild noch mehr
verzauberte. Zusätzlich konnte man beim Blick durch die Kirchenfenster hinaus
friedvoll weidende Kühe am nahen Wiesenhang sehen. Auch das zwischendurch zu hörende
Zwitschern einer Blaumeise am Fenster passte zum Wohlklang des Abends und zur
Atmosphäre wie sie wohl zur Zeit des Müllner-Peter gewesen sein mag.
Zugunsten
des Müllner-Peter-Museumsvereins: Zugunsten
des neuen Müllner-Peter-Museumsvereins fand das Konzert statt. Dies bereits zum
zweiten Male, so dass eine innige Verbindung zwischen dem Verein und den
Musikanten beziehungsweise Sängern zum Ausdruck kam. Ortspfarrer Josef Götz
sprach in seinen Einleitungsworten von der Freude, dass man mit Hans Berger
einen musikalischen Leiter besonderer Güte habe. „Bei Ihnen wissen wir uns in
besten Händen“, so der Pfarrer, dem der Gelobte nach dreitägiger Grippe
antwortete: „Nicht alles, was wir neu einstudieren und notenmäßig schreiben
wollten, konnten wir ins Programm aufnehmen. Deshalb versprechen wir schon für
das nächste Jahr ein weiteres Benefizkonzert“. Dies hörte vor allem Heidi
Sander als Museums-Vereins-Vorsitzende besonders gerne. In ihren Dankesworten
sprach sie von den tiefen Wurzeln, die allen Beteiligten gemein sind. „Die
Geschichte lebendig halten und die Musik gerade am Ort seines Ursprunges
erklingen lassen, das ist unsere Aufgabe. Die Aufgaben von früher sollen
Begeisterung von heute sein“, sagte Heidi Sander. Zwischen den Grußworten des
Pfarrers und den Dankworten des Vereins stand ein Programm, das deutlich machte,
wie die Verehrung der Mutter Gottes über den Marienmonat Mai hinaus von großer
Gültigkeit ist. Die drei Solistinnen Annemarie Ganter aus Söllhuben, Annemarie
Walter aus Hocheck und Petra Wechselberger aus Mühlbach bei Kiefersfelden überzeugten
nicht nur mit ihren klaren Stimmen und mit ihrem sauberen Auftreten. Wie Hans
Berger, der selbst Dirigent sowie Orgel- und Zitherspieler war, sagte, seien die
Solistinnen auch wegen ihrer schönen schwarzen Haare mit den Sängerinnen des Müllner-Peter
vergleichbar.
Musik
verbindet: Der
gesamte Chor- und Instrumental-Klangkörper ließ sich nach Aufzeichnungen des Müllner-Peter
hören. „Wir wollen Musik machen, die zu unserer Geschichte und Heimat passt.
Unser kirchlicher Volksmusik-Gesang und instrumentale Mozart-Musik ergänzen
sich. Ziel ist es, ein Liederheft zum Singen herauszugeben“, so Hans Berger.
Er vermittelte auf diese Weise, dass der große Nachlaß des Sachranger
Universalgenies immer mehr zugänglich gemacht und volksnah aufbereitet werden
soll. Schließlich ist der Müllner-Peter ja kein begrenztes Sachranger
Lokal-Thema. Im Gegenteil: schon allein die Besetzung des Chores mit Frauen und
Männern aus Weißbach bei Inzell, Oberaudorf, Höhenmoos, Kiefersfelden,
Rosenheim, Rott am Inn, Schwoich in Tirol und weiteren Orten des
bayerisch-tirolerischen Grenzraumes zeugt davon, dass Musik verbindet. Dass es
auf die Minute passend gelang, das schöne Sachranger Kirchenglockengeläut zum
Sonntags-Feierabend in das Programm einzubinden, sprach für die exakte
Vorbereitung. Zwei Zugaben in Form eines Dankliedes und des Liedes „Gekrönte
Himmelskönigin“ beschlossen den besondern Abend in der Sachranger Kirche.
Zahlreiche Autos vom Hagel verbeult: Rosenheim (fw) 06.06.02 – Offensichtlich richtete der Hagel vom Dienstag doch erheblichen Schaden im Landkreis an. Insbesondere das Stadtgebiet war stellenweise schwer betroffen. Zahlreiche Autofahrer und Hausbesitzer berichteten von verbeulten Autos, durchlöcherten Markisen und Sonnendächern, zerborstenen Fenster und zerschlagene Pflanzen. Offenbar war der Hagelschlag von Straße zu Straße verschieden Stark. Im Bereich um das Eisstadion und in der Wittelsbacher Straße wohl mit fast drei Zentimetern wohl am Größten.
Bauerndorf wird Wohndorf: Rimsting (fw) 05.06.02 – Von ursprünglich sechs Bauerhöfe im kleinen Dorf Hochstätt in exklusiver Lage über der Schafwaschener Bucht, bestehen nur noch zwei, wobei einer bereits ausgesiedelt ist und der zweite dies beabsichtigt. Durch diese Entwicklung über viele Jahre, ist eine Änderung vom Bauerndorf zum Wohndorf nicht mehr aufzuhalten. Auch gibt es bereits schon Bebauungspläne für die freiwerdenden Flächen. Oberstes Gebot jedoch sei aus ortsplanerischer Sicht die Erhaltung der dörflichen Struktur und diese erfüllen die vorgelegten Planungen noch nicht.
Schließung aus wirtschaftlichen Gründen: Bergen (fw) 05.06.02 – Nun hat die Gemeinde Bergen keine Jugendherberge mehr. Aus wirtschaftlichen Gründen musste das Jugendherbergswerk München diese Einrichtung schließen. Um eine Wirtschaftlichkeit zu erreichen, müssten 1,5 bis 2 Millionen Euro investiert werden, die aber nicht vorhanden sind. Nur ein Um- und Erweiterungsbau hätte Rendite erwirtschaften können. Immerhin gab es pro Jahr 10 000 bis 12 000 Übernachtungen die überwiegend von jungen Leuten in Anspruch genommen wurden, und deshalb die Schließung zu tiefst bedauert wurde.
Außergewöhnlicher
Bayerisch-Pfälzischer Heimatabend beim Trachtenverein in Bernau
Im
Gegenteil: die Vorbereitungen für diesen Begegnungsabend waren schon Zeugnis
dafür, dass man es mit diesem Bayerisch-Pfälzerischem Heimatabend ernst nahm.
Vier Tage lang hielten sich die busfüllenden Mitglieder der Trachtengruppe
Mussbach und des Mandelblüten-Express als vielfältig musizierendes Ensemble am
Chiemsee auf. Zweifelsfreier Höhepunkt war die Begegnung der
Brauchtumsvertreter. Trachten-, Alphorn-, Goaßlschnalzer-, Blaskapellen-,
Stubenmusik- und Gesangs-Darbietungen standen Schweden- und Schustertanz, Küferschlag,
Gesang und weiteren frohen Weisen gegenüber. Bernaus Trachtenvorstand Matthias
Schnaiter brachte es auf den Punkt
als er in seiner Begrüßung von herzlichen Freuden sprach. Und Bernaus Bürgermeister
Klaus Daiber will diese in weitere gute Verbindungen münden lassen. „Heute
entstehen Freundschaften, die wir als Bernauer gerne mit einem Gegenbesuch stärken
wollen“, mit diesen Worten hieß Daiber ganz im Sinne von
Tourismus-Verantwortlichem Bernhard Schulz die Pfälzer willkommen. Wie sehr man
sich im Verlaufe des Abends verstand, zeigten die Zustimmungen zu den
Darbietungen. „Seit wir von 1816 ab von Bayern regiert worden sind, ordnen wir
uns gerne dem Volk nahe an den Bergen unter“ – mit diesen vorsichtigen Annäherungsversuchen
probierte Christl Klohr aus der Pfalz mit dem Bernauer Sepp Seiser eine
Abwechslung in die Ansage des Abends zu bringen. Als dann die Bernauer aktiven
Plattler mit dem Alt-Rosenheimer, einem schwierigen Plattler und mit einem
faszinierend drehenden Dirndl auftraten, konterte
der Bernauer Ansager als er sagte: „Sollten Sie unter dem wehenden Rock etwas
gesehen haben, dann war es nur die original Bernauer Hochgebirgs-Unterwäsche“.
Humor, gegenseitige Achtung vor der jeweiligen Brauchtums- und Musikkultur und
die Beifallsfreudigkeit der vielen Bernauer, Pfälzer, Vermieter, Gäste (unter
anderem von der hessischen Feuerwehr Hasselbach) sowie von dem sichtlich vergnügten
Alt-Bürgermeister Lenz Steindlmüller waren Zeugnis dafür, dass die erstmals
in dieser Form stattgefundene Begegnung zwischen Pfälzern und Bayern nicht die
letzte ihrer Art war. Ganz im Sinne des Erlebnisses: „Geschichte, Tracht,
Brauchtum sowie Hopfen und Wein verbinden“.
Erfolgreicher
Schritt für offene Jugendarbeit in Aschau
540
Mitglieder und über 12.000 Einsatzstunden bei Ökumenischen Sozialdienst
Priental e.V.: Aschau
(hö) 29.05.02 - In Zeiten, da sich
viele private Anbieter von ambulanten Pflegeleistungen immer mehr aus
Wirtschaftlichkeits-Gründen zurückziehen kommt dem Ökumenischen Sozialdienst
Priental e.V. eine immer größere Bedeutung zu. Dies war ganz deutlich bei der
diesjährigen Mitgliederversammlung im Cafe Pauli in Aschau-Höhenberg zu
entnehmen. Mit 540 Mitgliedern aus Aschau, Sachrang und Frasdorf hat die
Gemeinschaft unter der Leitung von Vorsitzendem Lorenz Ablingen einen überaus
hohen Stand und eine gute Grundlage.
„Die
Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuschüsse ermöglichen es uns, dass wir
weiterhin eine fachlich fundierte Pflege mit menschlichen Komponenten anbieten können.
Eine Pflege mit der Stoppuhr, wie es nach den Erstattungssätzen eigentlich
notwendig wäre, wollen wir nicht. Schließlich sind oftmals das Zeit-Haben und
ein freundliches Wort mehr Wert als fünfzig Pillen“, gemäß dieser
Einstellung bedankte sich Ablinger bei seinem großen Mitarbeiterstab und bei
der ehrenamtlich tätigen Vorstandschaft. Im Berichtsjahr 2001 erfuhren
insgesamt 116 Leute eine regelmäßige Betreuung und Pflege durch die
hauptamtlichen Schwestern. Insgesamt brachten es diese mit Unterstützung von 21
Aushilfskräften, zwei Büro-Mitarbeiterinnen, fünf Leuten im Essens-Dienst und
mit dem extra gelobten Zivildienstleistenden Seppi Miersch auf 12.689,5
Einsatzstunden. Dabei legten die Einsatzkräfte 79.433 Kilometer mit den sechs
Dienst-Fahrzeugen und mit den privaten Fahrzeugen zurück. Vier bis fünf mal im
Monat heißt es während der Nachtstunden aufgrund eines Anrufes auszurücken.
Dies alles verlangt nach Einschätzung von Vorsitzenden Ablinger, dass man mit
Herz und Verstand die Aufgaben wahrnehmen muss.
„Pflegerische
Ehre“
Von
der pflegerischen Ehre sprach Einsatzleiterin Maria Reich, die erst kürzlich
mit großem Erfolg den Examens-Abschluss als leitende Pflege-Fachkraft ablegte.
„In der Behandlungs-Pflege drohen seitens der Kostenträger wieder Kürzungen.
Aber bestimmte Leistungen gehören einfach dazu, damit wir die Aufgabe von
Mensch zu Mensch erfüllen können“, so Maria Reich. Zugleich erläuterte sie
die zwangsläufige Konsequenz dieser Entwicklung: „Die Privaten Pflegedienste
ziehen sich immer mehr zurück, viele kämpfen mit einem Defizit“. Von diesem
war bei dem 1975 gegründeten Ökumenischen Sozialdienst keine Spur. Im
Gegenteil: die hohe Zahl der Mitglieder, das koordinierte Arbeiten mit sparsamen
Wirtschaften sowie viel ehrenamtliches Zuarbeiten auf Vereinsebene ermöglichten
es Vorstand Ablinger und seiner Schatzmeisterin Eleonore Wagner, von guten
Zahlen zu berichten. Bei rund 6.000 Einzelleistungen, die jedes Monat mit den
Kostenträgern abgerechnet werden müssen und bei einem vorjährigen Haushalt
von rund 570.000 Mark an Einnahmen und Ausgaben waren schon einige Anstrengungen
notwendig. In diesem Zusammenhang galt Marianne Heinrich für die
buchhalterische Unterstützung ein besonderer Dank. Den Prüfungsbericht der
Kassenprüfer Kaspar Öttl und Georg Zacher trug Zweiter Bürgermeister,
Vorstandsmitglied sowie Senioren- und Behindertenbeauftragter Karl Haberstock
von der Gemeinde Aschau vor.
Dank
und Anerkennung von Zweiten Bürgermeister Karl Haberstock
Die
Prüfer waren nicht mit der Kasse durchgebrannt, sondern beide in Pfingsturlaub,
so dass Haberstock in deren Namen beste Kassengeschäfte erwähnen konnte.
Zugleich nutzte er die Gelegenheit für dreierlei Dank. Einmal dankte er der
Einsatz-Leiter-Stellvertreterin Christiane Menges, dass sie unter anderem mit
ihrer Ergotherapie viel Positives im Seniorenheim Priental bewirkt hat. Die
Beschäftigungstherapie steht im übrigen nicht nur den Heimbewohnern, sondern
auch allen betreuten Leuten des Sozialdienstes mit Abholservice zur Verfügung.
Ein zweiter Dank galt dem Zivi Seppi Miersch, der es in seinem fast zu Ende
gehenden Dienstjahr gezeigt hat, dass Jugend, Soziales und Gemeinschaft auch in
den nachrückenden Generationen als Einheit zu finden sind. Und schließlich
dankte Bürgermeister Haberstock noch Lenz Ablinger für sein Engagement, das
man auch als Hingabe bezeichnen könne, so wie es der Vorsitzende wahrnimmt.
Abschließend wurden die Mitglieder noch informiert, dass sich ein neu gegründeter
Qualitäts-Zirkel regelmäßig trifft, um zu bestimmten Themen und Aufgaben
Konzepte zu erarbeiten. Eine Einladung gab es noch für den 13. Juni. An diesem
Tag soll wieder der Senioren-Tag für die Gemeinde Aschau durchgeführt werden.
Treffpunkt zur Bus-Informationsfahrt ist um 13.30 Uhr im Festhallengelände. Mit
der Weitergabe einer Broschüre mit dem Titel „Christliche Patientenverfügung“
und mit einem kniffligen Rätselspiel endete die Zusammenkunft. Als Ehrengast
wohnte auch Pfarrer Josef Winkler aus Aschau der Versammlung bei.
Empörung über Öko-Skandal: Rosenheim (fw) 29.05.02 – Ein harter Schlag für die Bauern und Verbraucher bedeutet dieser neuerliche Öko-Skandal mit giftverseuchten Bio-Produkten. Sauer ist man vor allen Dingen auf die großen Öko-Vermarkter und die offensichtlichen Lücken im Kontrollsystem. Nach dem BSE-Skandal nun ein neuer Vertrauensverlust bei den Kunden. In Bayern sind zwar keine mit dem Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen belastete Produkte gefunden worden, jedoch trifft der neu Öko-Skandal die heimischen Verbraucher und besonders auch die Bauern sehr hart. Seit über 20 Jahren ist das krebserregende Nitrofen im Freistaat strikt verboten. In Niedersachsen dagegen wurden bereits über 100 Öko-Betriebe gesperrt. Man vermutet, dass der verseuchte Futterweizen aus Polen oder in der Ukraine angekauft wurde, denn dort werden Spritzmittel mit Nitrofen oder Lindan weiterhin eingesetzt und seien auch nicht verboten.
Erneute
Prüfungsbestand bei Atzinger Feuerwehr
Tourismus- Talfahrt gestoppt: Petting (fw) 28.05.02 – Gestoppt werden konnte nun die jahrelange Talfahrt der Pettinger Tourismusbilanz. 4241 Gästeankünfte und 36321 Übernachtungen meldeten die Vermieter. Gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 4,1 Prozent das sind 167 Ankünfte mehr und 1689 Übernachtungen also 4,9 Prozent mehr. Überraschend waren die Zahlen der Monate September bis Dezember. Hier war ein Gästerückgang von 8,9 Prozent und Übernachtungsminus von 2,3 Prozent zu verzeichnen. Die Saison endete 6 Wochen früher als sonst, also bereits Mitte August. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste blieb mit 8,62 Tagen nahezu konstant. Sorge bereiten die Schwarzvermieter, da die Gemeinde diese Einnahmen für Vergütungen, gesetzlichen Versicherungen, Verwaltungs- und Betriebsausgaben sowie für Werbung und Beiträge an Verbände dringend benötigt.
Schleching erhält Gold für Umweltbewusstsein: Schleching (fw) 28.05.02 – Zum vierten Mal erhielt Schleching eine besondere Auszeichnung. Nach der „Arge Alp“ 1998, den Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung 2000 und dem Hauptpreis des Gemeindenetzes „Allianz in den Alpen 2001“, jetzt den Preis in Gold „Umweltbewusste Gemeinde“ des Bayerischen Staatsministerium für „überdurchschnittliche Leistungen im kommunalen Umweltschutz“. Die Auszeichnung behält 3 Jahre ihre Gültigkeit.
Trend zur aktiven Erholung: Bad Endorf (fw) 27.05.02 – Im Jahr 2001 waren 337 710 Übernachtungen zu verzeichnen also ein Rückgang von 4,5 Prozent, sowie 30 255 Gästeankünfte, hier eine Steigerung von einem Prozent. Das heißt, mehr Gäste aber weniger Übernachtungen. Auch ist zu bemerken, dass der Trend eindeutig zur aktiven Erholung geht. Bad Endorf will mit neuen Ideen und Innovationen diesen Trend für die Zukunft sicher.
Positive Entwicklung verzeichnet: Seeon (fw) 27.05.02 – Die Tourismusbranche in Bayern verzeichnete im ersten Quartal deutliche Einbrüche, nicht so die Gemeinde Seeon-Seebruck die im selben Zeitraum positive Zahle zu melden hatte. Ein Plus von einem Prozent gab es bei den Übernachtungen und eine Steigerung von 7,67 Prozent bei den Gästeankünften. Man hofft nun, dass dieser Trend das ganze Jahr über anhält. In Seeon wurden im Vergleich zum Vorjahr über 2000 Übernachtungen mehr gezählt. In der letzten Saison wurden 196 465 Übernachtungen mit 42 955 Gästeankünften gezählt. Der Anteil der länger bleibenden Feriengäste mit 140 589 Übernachtungen weist einen Zuwachs von rund 0,8 Prozent auf und bei den über 31 550 Gästeankünften war ein Zuwachs von 4,7 Prozent zu verbuchen. Durch die guten Vormonate konnten die Übernachtungszahlen, die im September durch schlechte Witterung rückläufig waren, wieder ausgeglichen werden. Der größte Anteil der Gäste stammten aus Bayern, gefolgt von Baden Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
50.
Kriegerjahrtag in Sachrang gibt Zeugnis von Geschichts-Treue und Totenehrung
Im
Jahr 1869 wurde in Sachrang ein Militärverein gegründet. Ab 1895 hieß dieser
Veteranen- und Kriegerverein mit Bestand bis 1945. Die Wiedergründung im Jahr
1952 stand ganz im Zeichen der Schrecken eines Weltkrieges mit Toten auch aus
dem kleinen Dorf. So kam es beim 50. Krieger-Jahrtag seit der Wiedergründung zu
einem großen Rückblick. Das Gedächtnis galt den gefallenen, vermissten und
verstorbenen Vereinskameraden, die es im napoleonischen Russlandfeldzug 1812, im
Krieg 1870/1871 sowie in zwei Weltkriegen gegeben hat. Die Sachranger, ihre
Soldaten- und Kriegerkameradschaft und die Gemeinde Aschau haben in all den
Jahren allen Opfern ein ehrliches Gedenken bewahrt. Dies bewiesen die
eindrucksvolle Feier mit Gottesdienst und die Ehrung am Denkmal. Dabei
beteiligten sich neben der eigenen Fahnenabordnung auch noch 13 weitere
Abordnungen. Zu diesen gehörten auch die Ortsvereine von Sachrang, die damit
untereinander Verbundenheit im Erinnern an gemeinsame Angehörige pflegen und
einige Gastvereine. Von diesen waren zugegen die Krieger- und
Soldatenkameradschaft von Schleching als Patenverein, die
Soldatenkameradschaften aus Aschau, Schwabering und Feldkirchen und die
Gebirgsschützenkompanie von Aschau. Als Ehrengast fand sich der
stellvertretende Obmann der Rosenheimer Interessengemeinschaft der
Veteranenvereine Sepp Beer ein. Aus dem Nachbarland Tirol beteiligten sich in
grenzüberschreitender Einigkeit zahlreiche Kameraden mit ihren Fahnen aus Kössen,
Walchsee-Niederndorf, Erl und Ebbs zusammen mit der Kaiserjäger-Abordnung aus
Kufstein am Kirchen- und Festzug sowie am Gottesdienst mit anschließendem
Gedenken. Die Gottesdienstfeier in der Sachranger Pfarrkirche „St. Michael“
war geprägt von einer themengerechten Predigt von Ortspfarrer und Geistlichem
Rat Josef Götz, der selbst Kriegsteilnehmer war und somit fundierter Kenner des
Leidens und Gedenkens ist. Interessant war auch, dass die Ehrenwache in der
Kirche sowie am Denkmal mit Birkenkreuz und Stahlhelm zwei derzeit diensttuende
Gebirgsjäger der Bundeswehr übernahmen. Zudem war ein aktiver Luftwaffensoldat
Fähnrich bei der Sachranger Krieger- und Soldatenkameradschaft. Damit wurden
Zeichen dafür gesetzt, dass Kriegsopfer von damals und Gedenken von heute nach
wie vor von großer Bedeutung in den Köpfen der Vereine und Bevölkerung sind.
Daran erinnerten in ihren Ansprachen auch Sachrangs Veteranen-Vorstand Fritz
Pfaffinger und Bürgermeister Kaspar Öttl am Kriegerdenkmal. „Die Gefallenen
waren keine Mörder und das Kriegerdenkmal soll auch weiterhin ein Mahnmal für
friedliche Konflliktlösungen sein“ – so Vorstand und Bürgermeister in
ihren übereinstimmenden Worten vor der Niederlegung von Kränzen zur Erinnerung
an die Toten. Bei insgesamt 14 gesenkten Fahnen spielte die Musikkapelle Aschau
das Lied vom „Guten Kameraden“ und die Bayern-Hymne. Drei Salutschüsse der
Böllerschützen aus Stephanskirchen ließen weit in das Priental in bayerische
und tirolerische Richtung verkünden, dass das offizielle Gedenken ihr Ende
fand. Alsdann folgte eine feierlicher Festzug durch Sachrang, der mit einer gemütlichen
Einkehr im Gasthaus „Sachranger Hof“ endete.
Glasscherben am Strand verstreut: Gstadt (fw) 24.05.02 – Unbekannte haben auf einer Liegewiese bei Gstadt etwa 30 Glasflaschen zertrümmert und die Scherben über den gesamten Bereich verstreut. Eine Botschaft an den Besitzer gerichtet mit dem Wortlaut: „Du mieser Abzocker“ sowie eine zweite Botschaft an die Badegäste, dass die Wiese mit Glasscherben und Säure verseucht ist hinterließen die Täter als Warnung. Angestellte des Besitzers entdeckten morgens auf der Wiese einen Scherbenhaufen. Damit keine Verletzungsgefahr mehr besteht, muss das gesamte Erdreich abgetragen und ersetzt werden, so war von der Priener Polizei zu erfahren. Säurespuren wurden nicht gefunden. Auf einem Plakat, welches die unbekannten Täter an einem Baum zurückließen, drohten sie weiterhin mit Glasscherben und Säure, wenn weiterhin abkassiert wird. 2,50 Euro Parkgebühr waren wohl der Grund für diese Aktion.
Handwerker fühlen sich im Stich gelassen: Chieming (fw) 21.05.02 – Wir sind die größten Arbeitgeber, die größten Ausbilder, die größten Steuerzahler und die größten „Deppen“ der Nation, meinten die Chieminger Handwerksmeister Josef und Anton Wimmer, in Vertretung aller Klein- und Mittelstandsbetriebe. Sie organisierten eine Diskussionsversammlung, die den Zweck hatte, gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten nach Möglichkeiten zur Behebung der Misere im deutschen Handwerk zu suchen. Viele Inhaber von Unternehmen aus dem südostbayerischen Raum waren nach Chieming in den überfüllten Nebenraum des Gasthofes „Oberwirt“ gekommen, um ihren Ärger und Frust auf Behörden, Verbände und über Politiker freien Lauf zu lassen. Die Handwerksbetriebe hätten es satt, weiterhin für Staat und Behörden der „Geldesel“ zu sein. Wir werden in den Konkurs getrieben, sagte Josef Wimmer und erinnert an die 32 000 Insolvenzanträge 2001 und den zu erwartenden 40 000 Pleiten für dieses Jahr. Nach der überwältigenden Beteiligung war man sich einig, noch im Monat Mai eine weitere Diskussionsversammlung, diesmal im Chieminger Gasthof „Unterwirt“ zu veranstalten.
Klostersteg in Seeon feierlich eingeweiht: Seeon (fw) 21.05.02 – Der neu sanierte Klostersteg in Seeon, der eine Verbindung zwischen dem Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon und Bräuhausen herstellt, wurde im Rahmen einer Feierstunde eingeweiht. 1927 wurde der Steg bei einem Sturm völlig vernichtet und daraufhin von der Gemeinde wieder errichtet. Seither haben die Witterungseinflüsse und die Wasserwechselwirkung im Bereich der Pfähle eine dringende Sanierung notwendig gemacht. Zahlreiche Vertreter von Behörden, Firmen, Gemeinde und des Bezirks Oberbayern waren gekommen, um den Steg, der seit längerer Zeit wieder genutzt werden kann, offiziell wieder seiner Bestimmung übergeben. Den kirchlichen Segen, umrahmt von der Jugendblaskapelle Seeon unter der Leitung von Gustl Wittmann, spendete der Truchtlachinger Ruhestandspfarrer Ernst Reinwald in Vertretung von Pfarrer Otto Steinberger. 154 000 Euro wurde in die Sanierung investiert. Im Anschluss an die Feier gab es Freibier.
Naturbad Zellersee macht Fortschritte – Enormes Engagement der Schlechinger Landwirte, kostenlos Schlamm weggefahren: Schleching (fw) 15.05.02 Die erste Etappe bei der Sanierung des Zellersees in der Gemeinde Schleching wurde bewältigt. Zwei Drittel des Sees wurden bereits entschlammt. Mit einem Spezialbagger wird der Seeschlamm, der aus Sand und organischem Material besteht, zwischen einem halben und anderthalb Metern entnommen. Das Abfahren des Seeschlamms übernahmen die Schlechinger Landwirte. Ihr Engagement zeigt die hohe Wertschätzung der Schlechinger zu ihrem Naturbadesee. Am 1. Juli soll die Badesaison eröffnet werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich voraussichtlich auf 140 000 Euro. Die Mithilfe von Freiwilligen ist weiterhin gefragt, um die Kosten in diesem Rahmen halten zu können. Helfer können sich bei der Geschäftsleiterin Christine Zaiser, Gemeinde Schleching, Telefon 08649/9889-14 oder Bauleiter Peter Rubeck, Telefon 0861/98987-19 melden.
Große Mehrheit steht zur Seebühne - Neuer Marktgemeinderat stellt sich hinter Projekt – Diskussion um Zahlen: Prien (fw) 16.05.02 – Eine deutliche Mehrheit des neuen Gemeinderates – 14 zu 4 Stimmen - hat sich am Dienstagabend zur Seebühne bekannt. Die Befürworter stellten besonders die Rolle der Seebühne zur Belebung des Fremdenverkehrs in der ganzen Region heraus. Trotzdem ging eine heftige Diskussion voraus, in der vor allem die Fraktion der Bürger für Prien (BfP) ihre Vorwürfe erneuerte, dass die Chiemsee Seebühnengesellschaft (CSG) noch immer nicht alle geforderten Unterlagen über die Wirtschaftlichkeit des Projekts vorgelegt hat.
Die
größte Pfeife der Welt - Forstwirt baut 500 Kilo schweres Maskottchen für
Verein: Staudach-Egerndach (fw) 15.05.02
– In nur 60 Stunden schuf der Staudacher Forstwirt Josef Bauer (24) eine
wahrhaft gigantische Pfeife. 3,40 Meter Lang, 1,20 Meter hoch und 500 Kilogramm
schwer. Innen hat der Pfeifenkopf einen Durchmesser von 83 cm und fasst 400
Liter. Der Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde dürfte Josef Bauer wohl damit
sicher sein. Dem Pfeifenerhaltungsverein Staudach-Egerndach wird diese Pfeife in
Zukunft als Maskottchen dienen.
2000 Menschen auf den Spuren der Kelten - Fest des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium auf dem Gehöft bei Stöffling: Seeon-Seebruck (fw) 14.5.02 – Ein Keltenfest im Keltengehöft Stöffling veranstaltete der Verein Bedaium und bietet damit Geschichte „zum Anfassen“. Vor etwa 40 Jahren, als man Münzen, Schmuck, Keramik und Tierknochen fand, gab es erste Hinweise dafür, dass sich nordöstlich von Seebruck am rechten Alzufer Keltensiedlungen erstreckten. Diese Funde ließen sich der späten La-Téne-Zeit zuordnen und man ging deshalb davon aus, dass sich etwa zwischen 250 bis 30 vor Christus Kelten hier niederließen. Durch die Initiative des Bedaiumvereins und der Gemeinde wurde ein Keltengehöft nachgebaut und besteht aus Wohnhaus, Stall, Werkstatt und Lagerhaus. Der Vereinsvorsitzende Dr. Alfons Regnauer führte an die 2000 Besucher durchs Gelände und erklärte, wie die Kelten wohl gebaut haben.
Kampenwand,
Hochries und Wendelstein auch im Euro-Zeitalter im Verbund - neue
Gipfel-Trio-Karten ab sofort erhältlich: Rosenheim
(hö) 12.05.02 - Hoch hinaus und
gemeinsam werben wollen die drei Bergbahnen im Landkreis Rosenheim auch in
diesem Jahr. Wie zum Abschluss der Rosenheimer Südostmesse von Vertretern der
Bahnen, der Tourismusstellen und der Auer-Brauerei vereinbart, soll das
sogenannte „Gipfel-Trio“ auch im Euro-Zeitalter angeboten werden. „Zwei
Berg- und Talfahrten bezahlen, drei dafür bekommen und alle Fahrabschnitte
innerhalb von zwei Jahren individuell einlösen können, das bleibt auch zukünftig
unser Ziel“, so Franz Weideneder vom Landratsamt Rosenheim. Nach dem Motto
„Fahren und Sparen“ kostet das Gipfel-Trio für die Kampenwandbahn Aschau, für
die Hochriesbahn am Samerberg und für die Wendelsteinbahn Brannenburg für
Erwachsene 35 Euro. Kinder von 5 bis 15 Jahren fahren zum halben Preis. Bereits
jetzt hat Brauereidirektor Wilhelm Hermann von der Auer-Brauerei angekündigt,
dass beim Herbstfest wieder die Aktion „Jedem Gipfel-Trio-Stürmer eine Freimaß“
gestartet werden soll. Die neuen Trio-Karten können ab sofort bei allen drei
Bergbahnen, bei der Tourist-Info-Stelle in Rosenheim sowie bei den Verkehrsämtern
in Aschau, Brannenburg, Flintsbach, Nussdorf, Oberaudorf und Samerberg (Telefon
08032-8606) erworben werden. „Die beste Idee zum Verschenken“, so die
einhellige Meinung der verantwortlichen Bahn- und Tourismusleute.
Priener
Liedertafel-Jubiläum nach einer Festwoche und unter Beteiligung von 1.000 Sängerinnen
und Sängern erfolgreich beendet: Prien
(hö) 12.05.02 - „Prien
singt nicht mehr“ – so oder so ähnlich könnte man nach Abschluss einer außergewöhnlichen
Festwoche der Liedertafel Prien und des Chiemgau-Sängerkreises festhalten.
„Aber Prien hat gesungen wie schon lange nicht mehr und wird weiterhin
singen“, diese Feststellung kam bei den letzten Veranstaltungen im Großen
Kursaal zum Tragen. Schließlich haben anlässlich des 150. Liedertafel-Jubiläums
und des 140. Geburtstages des Chiemgau-Sängerkreises aus insgesamt 21
Chorgemeinschaften rund 1.000 Sängerinnen und Sängern aktiv mitgewirkt. „Vor
zehn Jahren hatten wir auch einmal ein Kreissingen in Prien, aber bei weitem
nicht diesen großartigen Erfolg von heuer“, resümierte Lothar Rechberger als
Vorsitzender der Liedertafel. In mehreren Stufen und mit viel Arbeit kam der
Erfolg zustande. Vor drei Jahren machten sich die Vorstandschaft und die
Helferschar daran, die Festvorbereitungen zu beginnen. Die Herausgabe einer
umfassenden Chronik, die Erstellung einer CD mit dem Jubiläums-Motto „Prien
singt“ sowie eine Ausstellung im Heimatmuseum (noch bis zum 15. Juni geöffnet!)
waren selbstgestellte Herausforderungen. Ein weiterer Qualitätsanspruch waren
ein Festabend, drei Abende des Kreissingens und ein Sänger-Freundschaftsabend
mit dem Titel „Chor International“.
Kreissingen
auf hohem Niveau
Bei
der Schlussbetrachtung nach drei Abenden waren sich Lothar Rechberger als
Organisator und Willi Weitzel als musikalischer Leiter der Priener und des
Chiemgau-Sängerkreises einig: „Das Singen fand heuer auf einem besonders
hohen Niveau statt“. In vielfältiger Abwechslung traten in Prien folgende
Gruppierungen auf: Männerchor Palling, Singgemeinschaft Freilassing,
Musikschulchor Emertsham, Musik- und Kulturvereinigung Laufen, Sängerchor
Traunreuth, Gesangverein Trostberg, Männerchor Grabenstätt, Chiemgau-Chor
Traunstein, Achental-Chor Grassau, Musikverein Siegsdorf, Liedertafel Prien,
Singkreis Petting, Gesangsverein Kirchanschöring, Singkreis Seeon, Männerchor
Anger, Singgemeinde Piding und Männerchor Aschau. Erfreut waren die
Organisatoren und Sänger über den guten Zuschauerzuspruch und vor allem über
die gegenseitigen Anregungen. „Quer durch den musikalischen Garten wurde alles
gesungen, von Volksliedern aus aller Welt über Spirituals bis zur Klassik mit
Liedern von Johannes Brahms und Felix Mendelsohn-Bartholdy“ so Chormeister
Willi Weitzel zufrieden am Abschlussabend.
Gastchöre
aus Hessen und Sachsen
Den
Abschlussabend bildete der Besuch der Chorgemeinschaft Radebeul-Lindenau (bei
Dresden) und der Chorgemeinschaft Walluf (bei Wiesbaden). Beide Chöre waren zum
ersten Male bei der Liedertafel Prien zu Gast. Diese umsorgten sie mit
Ausflugsfahrten zu den Chiemsee-Inseln und hinauf zur Kampenwand. Höhepunkt der
freundschaftlichen Entwicklung war der Gemeinschafts-Liederabend im Großen
Kursaal. Die beiden Gastchöre imponierten dabei mit vielen heiteren
Musical-Melodien. Beeindruckend war auch der Schlusschor von allen Sängerinnen
und Sängern aus Dresden, Wiesbaden und Prien mit der Weise „Musik
erklingt“. Heiterkeit kam zusätzlich beim Austausch von Gast- und
Erinnerungsgeschenken auf. Die Sachsen brachten zwei Fässer Bier mit, vergaßen
aber das Zapfzeug. Da hatten es die Hessen leichter mit ihren zwei Kisten Wein
– ein Korkenzieher war leichter aufzutreiben. Die Liedertafel übergab den
beiden Gastchören ein schönes Chiemsee-Bild von ihrer aktiven Sängerin Helga
Braun aus Prutdorf sowie zur Jubiläums-Erinnerung eine CD, eine Festschrift und
ein Fahnenband. „Die Anstrengungen haben sich gelohnt“, so Lothar Rechberger,
der damit den Fleiß aller Leute auf, vor und hinter der Bühne meinte. So war
es möglich, dass eine von vielen Priener Geschäftsleuten geförderte Tombola
angeboten wurde und dass die Gäste über die Veranstaltungen hinaus betreut
wurden. Den Abschluß am Samstagabend nach den Auftritten der Gastchöre
bildeten Tanzweisen der Innleitn-Musi und am gestrigen Sonntag ein Kurkonzert
mit dem Titel „Chor und Jazz“ mit dem „Con-Brio“-Chor aus Prutting mit
Combo.
Knapp an der Katastrophe vorbei – Zug bei Übersee entgleist, eine Verletzte: Übersee (fw) 11.05.02 – Feuerwehr-Pressesprecher Peter Volk sagte zu dem gestrigen Zugunglück: „ Da sind wir kapp an einer Katastrophe vorbeigeschlittert“. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Zug völlig entgleist und die Böschung runtergedonnert wäre“. Vom Regionalexpress 31010 war am gestrigen Freitag gegen 8,15 Uhr der hintere Waggon entgleist. Ein Sattelschlepper mit einem Bagger darauf hatte kurz zuvor die Brücke gerammt und so schwer Beschädigt, dass der Zug entgleiste. Ein Zuginsasse wurde leicht verletzt, der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen rund 10 Millionen Euro betragen. Die Fernverkehrsstrecke zwischen München und Salzburg, die hier zweigleisig verläuft, wurde zunächst total gesperrt. Mit Bussen wurde der Personenverkehr aufrecht erhalten.
Grundsteinlegung
für Jahrhundertplanung bei Chiemsee-Schiffahrt in Prien-Stock ein festliches
Ereignis
„Opa´s
Glückstreffer“ ein Volltreffer bei der Kolpingfamilie
Für
einen Tag war Europa in der Schule von Aschau zu Gast
Neue
Gemeinderäte in Aschau machen sich an die Arbeit in enger gewordenem
Sitzungssaal
Bayerisch-Salzburger
Brauchtumsabend ein gelungener Erfolg des Priener Trachtenvereins und ihrer
Gäste
Endlich geht´s wieder leicht bergauf... mit dem Tourismus in Siegsdorf: Siegsdorf (fw) 07.05.02 – In der Frühjahrsversammlung im voll besetzten Gasthaus „Heutau“ sprach die 1. Vorsitzende vom Fremdenverkehrsverein Rosi Braml in ihrem Jahresbericht über erfolgreiche Zahlen. Endlich geht es wieder bergauf. Die Zahl der Gäste stieg gegenüber 2000 von 50 800 auf 53 280 und die Zahl der Übernachtungen von 390 800 auf 408 950. Die Zahl von 60 Ehrungen, 22 waren es für 5 Aufenthalte, 13 für 10 Besuche, 9 für 15 Aufenthalte, 6 für 20 Urlaube, 3 für 25 und 6 Ehrungen für 30 Mal Urlaub in Siegsdorf sprechen für viele Stammgäste. Auch eine Ehrung für 35 Aufenthalte konnte Vorsitzende Rosi Braml vornehmen. Auch 2. Bürgermeister Franz Lermer, hob die Bedeutung des Fremdenverkehrs für die Gemeinde hervor und sagte weitere Unterstützung zu.
Das Museum Maxhütte in Bergen wurde eröffnet: Bergen (fw) 06.05.02 – Im September 1995 beschloss der Bergener Gemeinderat, die Maxhütte (Dreherei) zu sanieren, um sie später als Museum nutzen zu können. Mit einem von der Historikerin Annette Späth erarbeitetem Museumskonzept und durch das große Engagement vom ehemaligen Bürgermeister Josef Gehmacher, dem Vorsitzenden des Förderverein Maxhütte, Hans Reich mit Innenarchitekt Werner Merz, nahm das Museum nach und nach Gestalt an. Die Gesamtkosten der Sanierung mit Museum belaufen sich auf knapp 1,95 Millionen Euro, davon gab es 1,4 Millionen Euro an Zuschüssen. Ein buntes Unterhaltungsprogramm, das die zahlreichen Festgäste und viele Zuschauer in die frühere Zeit der Maxhütte zurückführen sollte, und der Segnung durch den geistlichen Rat Konrad Huber, bestimmte den weiteren Verlauf des Festtages. Ein „Historisches Dorftreiben“ vor dem Museum mit Mitgliedern der Pestgruppe, Pfannenflicker, Musiker und Auftritte von Kindern wie auch der Einzug von Pankraz von Freyberg (gespielt von Ernst Parzinger) unterhielten die Gäste ebenfalls.
Keltischer Bohlenweg und „Moorleiche“ neu im Moormuseum: Grassau (fw) 05.05.02 – Einen prähistorischen Fund, ein Stück keltischer Bohlenweg aus der Rottauer Filzen kann der Verein für Industrie- und Technikgeschichte nun sein Eigen nennen. In der Ausstellung des bayerischen Moor- und Torfmuseums, welche Bürgermeister Klaus Daiber aus Bernau eröffnete, ist diese nun zu besichtigen. Auch ein historische „Frau“, die „Moorleiche Rosalinde, ein Nachbildung des in Peiting gefundenen Exponats, ist jetzt zu sehen. Der keltische Bohlenweg wurde beim Torfabbau 1968 in etwa 2 Metern Tiefe gefunden. Beim Torfabbau in Peiting, Landkreis Weilheim/Schongau, wurde in den 60er Jahren die mittelalterliche „Moorleiche“ gefunden. Auf die Idee, eine Moorleiche auszustellen, kam Claus-Dieter Hotz, der Museumsleiter durch Museumsbesucher die immer wieder fragten, ob es hier auch Moorleichen gegeben hat.
Toten-Erinnerungen,
Ehrungen und Planungen bei Jahrtag mit Versammlung der Hittenkirchener Trachtler:
Hittenkirchen
(hö) 5.5.02 – Fast das ganze Dorf von Hittenkirchen ist auf den Beinen, wenn
der örtliche Trachtenverein „Almenrausch“ seinen herkömmlichen Jahrtag für
die gefallenen, vermissten und verstorbenen Trachtenkameraden in besonders
festlicher Weise abhält. In guter Tradition marschierte auch heuer beim
morgendlichen Kirchenzug die in großer Besetzung aufspielende Musikkapelle
Wildenwart voran, um in die Pfarrkirche „St. Bartholomäus“ einzuziehen.
Dort wurden die jungen und älteren Trachtlerinnen und Trachtler von Pfarrer
i.R. Max Steinmair erwartet. Der Geistliche dankte den Hittenkirchener
Brauchtumsverantwortlichen für das offene Tragen der Tracht zu kirchlichen Anlässen
und brachte noch eine Bitte dar. „Pflegt weiterhin Euren Dialekt und die
Mundart, damit diese an die Jugendlichen und Kinder weitergegeben werden können“,
so Pfarrer Steinmair. Nach der Gottesdienstfeier versammelten sich alle Kirchgänger
noch im Friedhof zum gemeinsamen Gebet. Alsdann zog man in das nahe und wohl
vorbereitete Trachtenheim. Trachtenvorstand Christoph Kaufmann und Protokollführer
Lars Sunde erinnerten dabei in ihren Berichten, dass die Hittenkirchener in
ihrer Vereins-Aktivität besonders fleißig waren. „Die Tanzkurse für
Jugendliche mit unserem Jakob Irrgang sowie der erst vor kurzem mit über 300
Dirndl und Buam bei uns abgehaltene Gaujugendtag des Chiemgau-Alpenverbandes
lassen für die Zukunft hoffen“, so der Vorstand. Bernaus neuer Bürgermeister
Klaus Daiber drückte in seinem Grußwort aus, dass er auf die gut
funktionierende Dorfgemeinschaft von Hittenkirchen stolz sei. Humorvoll fügte
er noch an, dass er derzeit auf Schneider-Suche ist, um sich einen grünen
Trachtenanzug anfertigen zu lassen.
Ehrungen
und Vorausschau
Mehrfachen
Grund zum „Vergelt´s-Gott-Sagen“ hatte Vorstand Kaufmann aufgrund einiger
Mitglieder-Jubiläen. Für inzwischen 25jährige Treue zum Verein gab es eine
Ehrung für Anton Gasteiger, Konrad Hofmann, Christoph Kaufmann, Josef und
Hildegard Springer, Leopold und Karoline Springer, Peter Thalhammer, Georg und
Maria Hinterholzer, Lambert Mayer, Josef und Christa Moosmüller, Lorenz Regler,
Franz Schnaiter, Maria Schumacher, Angelika Summerer, Rainer und Johanna Winzek
sowie Peter Jacobey. Bereits seit 50 Jahren gehört Elisabeth Wallner dem
Hittenkirchener Trachtenverein an. Sie wurde aufgrund dieses besonderen Jubiläums
zum Ehrenmitglied ernannt. In der freien Aussprache informierte Tanzwart Jakob
Irrgang von einem Schüleraustausch mit Ungarn, der den heimischen Jugendlichen
sehr viel gegeben habe. In seinem Ausblick bat Vorstand Kaufmann die Mitglieder
wieder mit dabei zu sein, wenn zum Beispiel am Donnerstag, 9. Mai die
Trachtenwallfahrt nach Raiten stattfindet, wenn am 29./30. Juni die Frasdorfer
Trachtler ihr Jubiläum begehen und wenn Ende Juli in Schleching das
Gautrachtenfest gefeiert wird.
Chiemgauer
Musikkapelle für Kultur- und Tourismusfestival in Peking vom 20.-28.
September gesucht: Chiemgau
(hö) 5.5.02 - Eine außergewöhnliche
Anfrage für Blaskapellen hat den Bayerischen Trachtenverband und den Musikbund
Ober- und Niederbayern erreicht. Auf Bitten der Deutschen Zentrale für
Tourismus in Peking sucht Richard Adam als Geschäftsführer des Bayerischen
Tourismusverbandes für die Zeit vom 20. bis 28. September eine bis zu 30 Mann
(und Frauen) starke Musikkapelle mit Pauken und Trompeten. Die Teilnahme am
Kultur- und Tourismusfestival in Peking soll noch ergänzt werden von einem
interessanten Besichtigungsprogramm sowie von weiteren Auftritten in Peking und
in der Stadt Wuhan am Fluss Jangtsekiang. Für die Kapellenmitglieder werden die
Kosten des Landarrangements und der Übernachtungen in China übernommen. Für
die Flüge sind eventuell Sonderkonditionen möglich. Für interessierte
Kapellen ist eine umgehende Kontaktaufnahme bei Sybille Widemann bei der Bayern
Tourismus Marketing unter der Internet-Adresse wiedenmann@bayern.info,
bei Leonhard Eisner vom Musikbund Ober- und Niederbayern oder bei Anton Hötzelsperger
vom Bayerischen Trachtenverband, Telefon 08051-3604 oder Telefax 0805-63029 möglich.
Feuerwehr beweist auch beim Florifest-Feiern Gemeinschaftsgeist und Einsatzbereitschaft: Prien (hö) 5.5.02 - Im Rahmen einer großartigen Gemeinschafts- und Organisationsleistung veranstaltete die Feuerwehr von Prien in den großen und dank der Dekorationen kaum noch wiedererkennbaren Feuerhrwehrhaus-Räumen ihr diesjähriges Florifest. Gut 500 Besucher erfreuten sich dabei an der Musik der Sulzberger Musikanten, an den Verköstigungen und an einer reichhaltigen Verlosung. Zahlreiche Spender sorgten nämlich für eine Tombola, die es in sich hatte. So kamen von den drei Priener Radgeschäften Volk, Reischenböck und Späth drei nagelneue Fahrräder zur Verlosung. Ein Audi-TT für ein Wochenende, Rauchmelder sowie Preise der Chiemsee-Schiffahrt und der Priener Tourismusgesellschaft ergänzten die Vielfalt an Preisen. Feuerwehrvorstand Hans Herzinger lobte in seinen Grußworten die gut 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den Reihen der Feuerwehr. Ob Steckerlfische, Brotzeiten, Getränke oder Barbetrieb – überall sorgten fleißige Hände für reibungslose Zufriedenheit. Ein besonderer Willkommensgruß vom Feuerwehrvorstand galt Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer, Kreisbrandinspektor Richard Mittermaier, Polizei-Chef Peter Wendl und Feuerwehr-Arzt Dr. Otto Steiner. Etwas später gesellte sich auch Christian Fichtl als neuer Bürgermeister zur Runde der feiernden Schar, um sich ein Bild „seiner“ Feuerwehr machen zu können. Dabei konnte er sich ganz aktuell sagen lassen, dass im Laufe des Florifest-Abends die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen zu einer Wohnungsöffnung in Prien ausrücken musste. Eine hilflose Person, die sich vier Tage lang nicht melden konnte, wurde befreit und ins Krankenhaus gebracht.
Priener
Liedertafel und Chiemgau-Sängerkreis feiern Doppel-Jubiläum im Großen
Kursaal von Prien: Prien
(hö) 5.5.02 - Die Vielfalt und
Bedeutung der Sangesfreuden kam einen schönen Festabend in Prien zum Ausdruck
als die Priener Liedertafel und der Chiemgau-Sängerkreis ihr heuriges
Doppeljubiläum an den Anfang einer ganzen Fest- und Singwoche stellten. Von den
Anfängen im Jahr 1852, als sich Männer in Frack und Zylinder als exklusiver
Zirkel entwickelten bis zum heutigen Tage mit gut anzuhörender und sehenswerter
Frauen-Dominanz hat sich bei der Liedertafel viel getan. Zum 150. Geburtstag
erschienen neben vielen Ehrengästen auch viele musikalische Gratulanten, so
dass der zum Blühen gebrachte Große Kursaal von Prien eine Art Sternstunde
erleben konnte. Dies zumal auch das 140jährige Bestehen des Chiemgau-Sängerkreises
mitgefeiert werden konnte.
Den
Einstieg in das Lieder- und Musikprogramm gab die Liedertafel selbst. Mit den
Liedern „Am Brunnen vor dem Tore“ und „Griaß Eich Gott, alle miteinand“
zeigte man sich wohl vorbereitet auf das Fest. Wie sehr sich die Priener
Liedertafel in der Region, ja sogar in Europa einzuordnen weiß, bezeugten die
weiteren Auftritte des Chiemgau-Sängerkreises mit Mitwirkenden aus dem gesamten
Rupertiwinkel und Chiemgau und mit dem „Coro Maranina“ aus der italienischen
Partnerstadt Valdagno. Dessen klaren Stimmen aus den Bergen wurden noch mit
feinsten Harfenklängen von höchstem Niveau ergänzt. Hierfür sorgten Rupert
Schauer aus Bernau sowie Sepp Fischer aus Frasdorf mit seinem Sohn Johannes.
„Singen
hat eine tiefe Wurzel, überwindet Grenzen und ist gesund“, mit diesen Worten
eröffnete Liedertafel-Vorstand Lothar Rechberger seine Grußworte. Dabei
erinnerte er daran, dass beim Lachen und Singen 72 Prozent der Muskeln bewegt
werden, beim Weinen hingegen nur 12 Prozent. „Weinen könnte man, wenn man
sieht, wie in den Kindergärten, Familien und Schulen das Singen vernachlässigt
wird“, so Rechberger, der die Vereine und Gesangsgemeinschaften aufforderte,
die Rolle der Gesangskultur-Förderer noch mehr zu übernehmen. Damit soll der
schleichenden, kulturellen Verarmung entgegengewirkt werden. „Das Singen im
Chor von Menschen verschiedener Sprache und Herkunft ist freudiger Auftrag. Auch
wenn wir von der Politik trotz unserer zwei Millionen Gesangs-Stimmen vernachlässigt
werden, wollen wir zur Ehre des Friedens immer mehr, immer stärker und immer
lauter singen. Es lebe der Chorgesang“, so Lothar Rechberger. Ein gutes
Beispiel dieser Lebensauffassung war dann der Chor aus Valdagno mit Chorleiter
Mario Lovato und mit dessen Sohn Favio, der in guter deutscher Sprache die Grüße
der italienischen Freunde übermittelte. Ein Glockengeläut-Lied und das
bekannte Berglied „La Montanara“ waren Teil des Programmes der Italiener.
Lob
und Nachdenkliches von höchster Stelle
Angetan
von den Aktivitäten der Priener Liedertafel zeigte sich Christian Fichtl als
neuer Bürgermeister der Marktgemeinde. „Die Erbschaft der Schirmherrschaft
von Lorenz Kollmannsberger habe ich gerne übernommen“, sagte Fichtl und wünschte
dem Festabend und der ganzen Singwoche unter dem Motto „Prien singt und
klingt“ einen vollen Erfolg. Hauptbeteiligte an den Veranstaltungen der
kommenden Tage werden die Mitglieder des Chiemgau-Sängerkreises sein. Wie deren
Erster Vorsitzender Peter Perseis aus Traunstein sagte, will man mit dem
Kreissingen (am Mittwoch, 8., Donnerstag, 9. und Freitag, 10. Mai jeweils ab 20
Uhr im Großen Kursaal) das 140jährige Bestehen der Chiemgauer
Sangesgemeinschaft würdevoll feiern. „Wir wollen auch in Zukunft zur Freude
von Zuhörern und von uns selbst den guten Ton treffen“, so Perseis. Karl
Weindler aus Eggenfelden, Vizepräsident des Bayerischen Sängerbundes erinnerte
mit seinen tiefgründigen Ausführungen an die jüngste Schul-Tragödie von
Erfurt und daran, dass aktives Singen mehr Kraft hat als man gemeinhin denkt.
„Vergleichen Sie doch mal das Anschauen eines Bergfilmes und das Erlebnis
einer Bergwanderung“, so der Vize-Präsident, der der Gesellschaft wieder mehr
Mut zum Singen und zum gemeinsamen Handeln wünschte, um in der heutigen Zeit
der Vereinsamung auch die Wurzeln von Tragödien erreichen zu können. „Fahren
Sie fort, miteinander zu singen und aufeinander zu hören“, so sein Appell.
Als
Gratulant stellte sich auch namens seiner Kollegen aus dem Berchtesgadener Land
und aus Traunstein der Rosenheimer Landrat Dr. Max Gimple ein. „Das
Kaiserreich und der Kommunismus sind zerbrochen, doch die Liedertafel Prien und
der Chiemgau-Sängerkreis haben noch Bestand“, so der Landrat, der sich auch
als kleiner Tenor des Gesangsvereins Halfing persönlich am Chorsingen betätigt.
Allerdings mit einer kleinen Einschränkung. Wie Dr. Gimple humorvoll
eingestand, wurde er wegen zu geringer Probenteilnahme vom öffentlichen
Auftritts-Gesang in Halfing suspendiert, so dass sich seine Gesangsfreuden auf
die Badewanne zurückgezogen haben. „Wer zugunsten einer guten Tages-Laune
nicht singt, ist selber schuld“, sagte der Landrat. Mit der
„Chiemsee-Hymne“, die Chormeister und Dirigent Willi Weitzel komponierte und
mit einigen Gemeinschaftsliedern von allen Frauen und Männern aus den Reihen
der Chiemgau-Chöre wurde der offizielle Teil des Festabends im Großen Kursaal
abgeschlossen.
Ehrungen
Das
Priener Doppeljubiläum von Liedertafel und Chiemgau-Sängerkreis gab Anlaß zu
einigen Ehrungen. Die Silberne Ehrennadel des Bayerischen Sängerbundes bekamen
Ursula Heuer und Peter Fischer aus den Reihen der Priener Liedertafel. Die
Goldene Ehrennadel für 30jährige Treue zum Singen in einem Chor erhielt Renate
Braun. Fritz Händl erhielt vom Chiemgau-Sängerkreis eine Auszeichnung für 40jähriges
Singen in einer Gemeinschaft. Und gar 50 Jahre ist Maria Bachler eine verlässliche
Mitsingerin. Hierfür bekam sie vom Deutschen Sängerbund die Ehrennadel in Gold
und eine Ehrenurkunde. „Wer solange dabei ist, hat bei wöchentlich einer
Probe rund 4.000 Stunden gesungen, was einer Berufsarbeitszeit von rund
zweieinhalb Jahren entspricht“, sagten die Chor-Verantwortlichen bei ihren
Ehrungen. Von Seiten der Priener Liedertafel gab es für das einzige
Ehrenmitglied Emil Betz und für den immer noch stimmgewaltig bei verschiedenen
Anlässen mitsingenden Walter Gerlmayer eine Ehrenurkunde für ihr inzwischen
50jähriges Dabeisein bei der Priener Liedertafel. „Von diesen 50 Jahren haben
beide Männer 40 Jahre aktiv mitgetan, das wollen wir besonders würdigen“, so
Vorstand Lothar Rechberger, der seinerseits bereits 35 Jahre auf dem
Sanges-Buckel hat.
Bürger-Anregungen
von Aschau und Sachrang werden bei der Gemeinde Aschau ernst genommen Aus den Diskussionsbeiträgen
der Bürgerversammlungen: Aschau-Sachrang
(hö) 4.5.02 - Große Zufriedenheit
und starkes Interesse herrschen in der Gemeinde Aschau mit dem öffentlichen
Leben. Dies ist den außergewöhnlichen guten Besuchen der Bürgerversammlungen
in der Festhalle Hohenaschau und im Gasthaus „Sachranger Hof“ sowie den
Diskussionsbeiträgen aus den Reihen der Versammlungsbesucher zu entnehmen. Wie
Bürgermeister Kaspar Öttl dabei mitteilte, werden alle Anregungen aus der Bürgerschaft
von der Verwaltung überprüft und nach einer gewissen Zeit wird im Gemeinderat
über die Ergebnisse berichtet werden. Für den Aschauer Bereich regte zum
Beispiel Franz Steindlmüller an, bei den Bahnhofstoiletten eine Flügeltüre
anzubringen, da die derzeitige Eingangstüre nicht gerade einladend offen steht.
Die Bahnhofs-Situation soll nicht nur in Bezug auf diesen Punkt hin überprüft
werden. Josef Scheck regte an, die Loipenpflege in Sachrang zu verbessern, indem
man die Reihenfolge der Routen bei der Pflege etwas ändert. Aus den Reihen der
Hoteliers und Eltern wurde die Bedeutung des Aschauer Hallenbades für die
Kindergärten und Schulen angesprochen. Diesbezüglich sicherte Bürgermeister
Öttl zu, im Falle einer noch nicht endgültig beschlossenen Hallenbad-Schließung
alle Faktoren und Wünsche für die Jüngsten der Gemeinde in die Überlegungen
einfließen zu lassen. Eine Verblassung der Maibaumfarben, wie sie von Ludwig
Mieslinger vorgetragen wurde, soll ebenfalls untersucht werden. In einem
weiteren Beitrag wurde erläutert, welche Auswirkungen freundliche Kräfte bei
der Chiemgau-Bahn für den Fremdenverkehrsort Aschau haben. Einen Extra-Dank für
die stets gute Zusammenarbeit mit dem Rathaus sprach Trachtenvorstand Christoph
Bauer von Sachrang. Auch Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock hatte viel Lob
parat für die Bürger und für den Bürgermeister von Aschau. „Abgesehen von
der doch enttäuschenden Wahlbeteiligung können wir unserer Gemeinde doch recht
zufriedenstellend zusammenleben und zusammenarbeiten“, in diesem Sinne äußerte
sich Haberstock den ebenfalls zufrieden wirkenden Einwohnern von Aschau und
Sachrang.
Neues
bei VdK-Jahresversammlung für Aschau und Frasdorf: Aschau
(hö) 4.5.02 - Einen Überblick über
die Aufgaben des abgelaufenen Jahres und einen Blick nach vorne gab Vorsitzender
Wolfgang Wörand anlässlich der Jahresmitgliederversammlung vom VdK-Ortsverband
Aschau-Frasdorf im Gasthof Brucker in Hohenaschau. Einen zufriedenstellenden und
einwandfreien Kassenbericht lieferte Kassier Georg Zacher ab. Zweiter Bürgermeister
Karl Haberstock von der Gemeinde Aschau würdigte in seinem Grußwort den
VdK-Ortsverband als eine rege Gemeinschaft, die ihre Aktivitäten stets in guter
Abstimmung mit der Gemeinde vornimmt. Als Gastreferent war der Kreisvorsitzende
des VdK sowie der Landes- und Bundesschatzmeister Willi Hofmann zu Gast. In
seinem sozialpolitischen Referat informierte er in aktueller Form über die
Auswirkungen der Rentenreform, über die Situation des Ehrenamtes, über die
Mitgliederentwicklung sowie über Medikamente mit patientenfeindlichen
Wirkstoffen in Bezug auf die medizinische Versorgung. Für zehnjährige
Mitgliedschaft ehrte Vorstand Wörand die Mitglieder Hermine Bormüller und
Hermann Strasser. Für bereits 25 Jahre gab es ein Ehrenzeichen für Philip
Kraft und Waltraud Reichhelm. Seit 40 Jahren sind Anton Stiebler und Max Bauer
beim VdK-Ortsverband Aschau-Frasdorf dabei. Ganze 50 Jahre gehören dieser
Interessensgemeinschaft Cäcilia
Zenz, Ludwig Hölzle, Fritz Genz und Ella Bauer an. Und 55 Jahre sind es schon
bei Gertrud Brandl, Johann Lagler und Andreas Rainer.
Immer öfter und immer kürzer – 2001 fast 2,7 Millionen Übernachtungen rund um den Chiemsee: Chiemsee (fw) 02.05.02 – Im Jahr 2000 haben die Touristen in die Urlaubsregion Chiemsee 218 Millionen Euro netto gebracht. Die Bedeutung des Fremdenverkehrs für die Wirtschaft in den 18 Chiemseegemeinden der Chiemsee Tourismus KG (CTK) wird damit deutlich. Nach den neuesten Zahlen, die Geschäftsführer Hermann Roth jetzt vorstellte, hielt der Aufwärtstrend bei Gäste- und Übernachtungszahlen zwischen Amerang und Sachrang im Vorjahr an. Über 443 200 Menschen übernachteten fast 2,7 Millionen mal. Jedoch, die Aufenthaltdauer wird immer kürzer. Waren es im Rekordjahr 1992, dank des Ansturms der neuen Bundesländer über 3 Millionen Übernachtungen, bei durchschnittlich 7,9 Übernachtungen so blieben die Gäste 2001 nur 6,6 Tage. Der Trend war in den einzelnen Gemeinden nicht einheitlich. Manche Orte verzeichneten Zuwächse während Andere das Niveau halten konnten und einige auch Rückgänge hinnehmen mussten. Geschäftsführer Hermann Roth fasst zusammen: „Immer öfter, immer kürzer, immer kurzfristiger!“
Erfurter
Ereignisse und Ehrungen mit Neuwahlen im Mittelpunkt der Jahresversammlung
der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft von Aschau: Aschau
(hö) 2.5.02 - Die jüngsten und
schrecklichen Vorkommnisse am Erfurter Gymnasium hielten auch die Mitglieder der
Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft von Aschau in Atem. Übereinstimmend
reagierten Verantwortliche und Ehrengäste bei der Jahresversammlung im Schützenstüberl
des Vereinslokales „Schießstätte“. Sowohl Erster Schützenmeister Franz
Kiesmüller und Bürgermeister Kaspar Öttl als auch Erster Gauschützenmeister
Albin Wied aus Aising und Ehrenschützenmeister Xaver Bauer verurteilten das
verabscheuungswürdige Verbrechen des Erfurter Todesschützen. Mit verstärkter
Sorgfalt und mit noch mehr Achtsamkeit bei der Ausübung des Schießsportes will
man von Aschauer Seite reagieren. „Das Ereignis von Erfurt ist allerdings
nicht ein Problem der Schützen allein, sondern der Gesellschaft insgesamt“,
so die gleichlautenden Äußerungen bei einer Versammlung, die ansonsten von
recht erfolgreichen Aktivitäten berichten konnte.
Andi
Lengauer neuer Zweiter Schützenmeister
Zufriedenstellende
Rechenschaftsberichte kamen von Kassierin Petra Kiesmüller, von den Revisoren
Helmut Pfingstl und Christian Sollinger sowie von den Sportleitern Leo Fortner
und Andi Lengauer. Durchschnittlich konnten diese bei insgesamt 13 Schieß-Wettbewerben
von 19 Gewehr- und 9 Pistolen-Teilnehmern berichten. Erfreulich war auch die
Aufnahme von zwölf neuen Mitgliedern, so dass die Aschauer Feuerschützengesellschaft
inzwischen 199 Frauen und Männer in ihren Reihen aufweisen kann. Stark ist auch
die Nachwuchsarbeit in den Jugend- und Junioren-Klassen. Allen Grund zum Danken
hatte Bürgermeister Kaspar Öttl für die Aktivitäten der Schützen bei
weltlichen und kirchlichen Anlässen im Jahreslauf sowie für das Mitmachen beim
Gästeschießen und beim gemeindlichen Kinderferienprogramm. Bei den turnusgemäßen
Wahlen für einen Teil der Vorstandschaft übernahm Sebastian Feistl von Petra
Kiesmüller das Amt des Kassierers. Für den bisherigen Zweiten Schützenmeister
Sebastian Mitterer konnte Andi Lengauer als sein Nachfolger gewonnen werden. Mit
Erinnerungsgeschenken und mit Dankesworten von Gauschützenmeister Albin Wied
wurde der Wechsel vollzogen. Anschließend gab es für Martin Klampfleithner,
Andi Lengauer, Fähnrich Anton Feistl, Sebastian Mitterer, Helmut Pfingstl noch
eine Ehrung für inzwischen 25jährige Mitgliedschaft. Die Silberne
Verdienst-Nadel für besondere Verdienste vom Bayerischen Sportschützenbund und
vom Deutschen Schützenbund bekamen Petra
Kiesmüller und Hans Rucker junior.
Sachrang als Treffpunkt für
Volksmusik-Seminar: Sachrang (hö) 1.5.02 - Zu einem klangvollen
Treffpunkt für Volksmusikfreunde wurde für einige Tage der Gasthof
„Sachranger Hof“ in Sachrang. Wirtin Finny Ostermann als aktive Musikanten
schaffte es, ein hausfüllendes Seminar für Hackbrett, Raffele und Scherrzither
zu organisieren. Ihr fachkundig zur Hand gingen Hartmut Brandt als
Volksmusik-Beauftragter für bayerische Schulen (Raffele-Ausbildung), Iris
Merbeler (Hackbrett) und Xaver Müller (Scherrzither). Die Lehrkräfte aus
Sonthofen im Allgäu verstanden es, die Volksmusikanten weiterzubilden und auch
zu einigen öffentlichen Auftritten zu motivieren. „Ein wahres Feuerwerk für
alle Volksmusikfreunde, was da aus den Instrumenten der Lernenden aber auch von
Okarina-, Harfen-, Zither- und Gitarrenspielern erklang“, so eine Teilnehmerin
aus dem Chiemgau. Vor einem Volksmusikabend stellten sich die Instrumentalisten
für die Mitgestaltung eines Gottesdienstes in der Sachranger Pfarrkirche „St.
Michael“ zur Verfügung. Aufgrund des großartigen Erfolges soll das
Volksmusikseminar im nächsten Jahr wiederholt werden.
Priener
und Chiemgauer Sänger-Gemeinschaften können gemeinsam auf reiche
Geschichte zurückblicken –
150
Jahre Liedertafel Prien
Wie
es der Festschrift zu entnehmen ist, trafen sich einige singfreudige Männer aus
Prien und dem weiteren westlichen Chiemgau erstmals am 24. September 1852 in
Prien und sie gründeten den „Chiemgauer Musikverein“. Mit Vorstand Baumann
und Chorleiter Hetzner feierte man am 13. November 1853 ein Stiftungsfest mit
dem bis heute gültigen Wahlspruch: „Im Sange rein und treu im Wort und fest
in Eintracht immerfort“. Das Interesse der Chiemgauer Bürger aus den
Gemeinden Aschau, Übersee, Marquartstein, Eggstätt, Höslwang, Antwort und Söllhuben
war schon bald sehr groß. Obwohl dies zu damaliger Zeit ohne öffentliche
Verkehrsmittel aufgrund der Entfernungen mit einigen Entbehrungen verbunden war.
Vom Musiker und Lehrer Ellmann wird berichtet, dass er zu Fuß aus Söllhuben
mit der Bassgeige auf dem Rücken und mit der Zither in der Hand immer pünktlich
zu den Proben in Prien erschien. Um 1870 entstanden an den verschiedenen Orten
selbstständige Vereine, in Prien eben die Priener Liedertafel, die sich bald
zum örtlichen Motor des kulturellen Lebens entwickelte. Berühmte Persönlichkeiten
wie Anton Hager (ein Schüler Anton Bruckners und Vater der Heimatdichterin
Franziska Hager) leiteten den Männerchor. Er trat bei den verschiedensten Anlässen
an die Öffentlichkeit. So zum Beispiel bei Besuchen von Herzog Maximilian und
Reichskanzler Bismarck. Der erste
Weltkrieg unterbrach die gute Entwicklung des Chores, doch schon 1920 in Zeiten
größter wirtschaftlicher Not wurde wieder gesungen. Unter Georg Scheyerer als
Vorsitzendem wurde mit einem vereinseigenem Orchester mehrere Singspiele und
Operetten aufgeführt. Aus den Erlösen konnte ein eigener Konzertflügel
gekauft werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen 23 Männer 1949 mit Vorstand
Fritz Häringer senior und mit Chormeister Josef Hufnagel
wieder mit dem Singen. Bald wuchs der Klangkörper auf 60 Sänger an. Im
Jahr 1953 feierte der Männerchor das 100jährige Stiftungsfest. Erhard Krauss
und Hannsjörg Scheyerer lenkten den Verein besonders erfolgreich in eine
friedliche Zukunft. 1975 wurde unter Chorleiter Johannes Hipper wegen akuten Sängermangels
der gemischte Chor gegründet. Der 150. Geburtstag wird nunmehr unter Chorleiter
Wilhelm Weitzel gefeiert.
140
Jahre Chiemgau-Sängerkreis
Wie
überall in Deutschland, so entstanden auch im Chiemgau um die Mitte des 19.
Jahrhunderts Gesangsvereine. Der erste Männergesangsverein in Berlin wurde
unter dem Dirigenten Karl-Friedrich Zelter im Jahre 1808 gegründet. Nach Zelter
ist auch jene Plakette benannt, die erst kürzlich der Priener Liedertafel zum
150. Geburtstag überreicht worden ist. Einem inzwischen recht vergilbten Blatt
aus dem Jahre 1837 kann der Nachweis entnommen werden, dass zu damaliger Zeit in
Traunstein bereits ein Liederkranz bestand. Am 17. März 1861 wurde in Landshut
der Bayerisches Sängerbund gegründet. Zwei der eifrigsten Vertreter dieses
neuen Bundes waren Bezirkssekretär Karl Reiner, Chorleiter der Liedertafel
Traunstein und der Rentbeamte Hartwig Peetz aus Traunstein (nach ihm ist in
Traunstein sogar eine Straße benannt). Diese beiden Herren brachten die
bestehenden Vereine zwischen Inn und Salzach dazu, sich zu einem Gauverband
zusammenzuschließen. Am 25. Oktober 1862 erfolgte dann in Traunstein die Gründung
des Chiemgau-Sängerbundes mit den Liedertafeln beziehungsweise den Liederkränzen
aus Traunstein, Trostberg, Burghausen, Berchtesgaden, Reichenhall, Rosenheim,
Wasserburg, Laufen-Oberndorf, Tittmoning, Prien und Aibling. Seine Hauptaufgabe
sah der Sängerbund in der reibungslosen Vermittlung der allgemeinen
Angelegenheiten zwischen ihm sowie dem Bayerischen und Deutschen Sängerbund.
Eine weitere Aufgabe war das gemeinsame Auftreten wie zum Beispiel beim Gründungsfest,
das am 24. und am 25. August 1863 in Traunstein stattfand. Die Anwesenheit der Könige
Maximilian II. und Otto von Griechenland sowie der Erzherzogin Hildegard in
Bayern gab den Gründungs-Festlichkeiten einen besonderen Rahmen. Weitere Höhepunkte
waren die Ernennung 1873 von Karl Reiner zum 1. Bundesdirigenten und die Durchführung
des 3. Bayerischen Sängerbund-Festes im August 1876 in Traunstein mit 1.300
Teilnehmern. Im selben Jahr genehmigte König Ludwig II. auf der Herreninsel ein
Gaufest im alten Bibliotheksaal des ehemaligen Klosters.
1908 kam es zu neuen Impulsen und zu einer Erweiterung durch die neuen
Gemeinschaften aus Ruhpolding, Übersee, Grabenstätt und Bergen. 1909 legte man
bei der Delegiertenversammlung in Prien fest, dass der Chiemgau-Sängerkreis auf
das Gebiet zwischen Inn und Salzach beschränkt bleiben soll. Nach dem Zweiten
Weltkrieg gab die Priener Liedertafel anlässlich ihres 100. Gründungsfestes
einen Anstoß zur Weideraktivierung nach schweren und verlustreichen Jahren. Mit
15 Vereinen machte man sich an die Arbeit und an das Singen. Heute nach 140
Jahren gehören dem Chiemgau-Sängerkreis 21 Chöre mit 698 aktiven und 1.115 fördernden
Mitgliedern an. Das Motto, das einmal bei einem Bundestreffen ausgegeben wurde,
gilt auch heute noch: „Singen heißt Verstehen“.
Große
Tagesordnung für Aschauer Gemeinderat zum Abschluss der Legislatur-Periode:
Aschau (hö) 28.4.02 – Letztmals öffentlich trafen sich die
Mitglieder des Gemeinderates von Aschau zur Abarbeitung einer reichhaltigen
Tagesordnung. In guter Tradition informierte eingangs der Sitzung Bürgermeister
Öttl über einige aktuellen Entwicklungen. So sprach er von einer guten
Auslastung von 95,31 Prozent bei den insgesamt 64 Plätzen des Seniorenheimes
Priental und von einem Rückgang im zweistelligen Minusbereich im Tourismus.
Letzteres erklärt sich gerade zum Jahresanfang auf die Schließung einiger Häuser.
Für ein Stallgebäude-Bauvorhaben in Höhenberg wird es bald zu einer gewünschten
Außenanlagen-Verbesserung kommen, nachdem dies vorher immer wieder angemahnt
worden war. Als ungute Geschichte und nicht zu verstehenden Spaß bezeichnete Öttl
das Ansägen eines Holzmastens im neuen Hochseilklettergarten. Der Haushaltsplan
2002 wurde inzwischen vom Landratsamt Rosenheim rechtsaufsichtlich genehmigt.
Zahlen gab es auch zum Abschluss des gemeindlichen Leitbildes. Nach einer
60prozentigen Förderung durch die Regierung von Oberbayern verbleiben von den
Gesamtkosten in Höhe von 21.681.77 Euro der Gemeinde noch 9.081.77 Euro.
Vorbildlich abgeschlossen wurden die Arbeiten mit der privaten
Wasserversorgungsanlage Höhenberg-Göttersberg-Spöck. Nach einer Besichtigung
stellte Bürgermeister Öttl fest: „Respekt vor der feinen, einfachen, aber
technisch hochwertigen Anlage“.
Bebauungspläne,
Prüfungsberichte und Informationen zur Sicherheitslage
Als erstes beschlussmässiges zu behandelndes Thema stand die vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Niederaschau-Ost II“ im Bereich Aufhamer- und Staffelsteinstraße auf der Tagesordnung. Die neue Situierung der Grundstücke kann nach Antrag der Eigentümer sowie nach Vorschlägen von Bauamtsleiter Markus Heinrich und nach Beachtung der Behörden- und Bürgerbefragung als allgemeine Verbesserung satzungsgemäß verankert werden. Von den Nachbarn gibt es keine Einwände. Keine Zustimmung fand der Tekturantrag der Eheleute Linner aus Engelsberg zur Errichtung eines Betriebsgebäudes auf dem Hammerbach-Grundstück. Zusätzlich zum Haus für die Stromgewinnung sind noch Wohnräume geplant, die weder betriebsnotwendig noch in den bislang genehmigten Plänen enthalten sind. Das Vorhaben befindet sich im Außenbereich und fand nach ausführlicher Sachstands-Erörterung keinen Befürworter. Für den Erweiterungsbau zum Rathaus entschieden sich die Gemeinderäte eine im Kostenplan befindliche Stahl-Glas-Konstruktion im Firstbereich des neuen Satteldaches zu bestellen. Eine weitere Bestellung galt der Errichtung einer Fernwirkanlage für die gemeindliche Wasserversorgung. 20 Firmen bewarben sich um die Ausschreibungsunterlagen, den Zuschlag erhielt dann eine bereits in der Gemeinde Aschau bewährte Firma aus Tacherting. Detaillierte Zahlen gab es zur Bilanz des Seniorenheimes Priental für das Jahr 2001. Die Prüfungen gaben ebenso wenig Anlass zu Beanstandungen wie die einzelnen Berichte der örtlichen Rechnungsprüfer. Die Gemeinderäte Michael Stuffer, Lenz Ablinger und Hans Moosbauer hatten sich in zusätzlicher Fleißarbeit gemeindliche Einrichtungen und einzelne Haushalts-Positionen zur Herz- und Nieren-Untersuchungen vorgenommen. „Kein Grund zur Aufregung“, so die Ergebnisse zusammengefasst. Etwas spannender war der Bericht der Polizei zur Sicherheitslage. In Aschau gibt es auf 1.000 Einwohner 29 Straftatsfälle. Im Vergleich dazu sind es in Rosenheim 108, in Prien 64, in Bernau 59 und in der Gemeinde Chiemsee 54. Der Landkreis-Durchschnitt beträgt 43. Einzelne Erläuterungen von Bürgermeister Öttl galten den Aufklärungszahlen (64,8 Prozent bei der Polizei-Inspektion Prien), zur Jugendkriminalität (bei Kindern angestiegen), zu Diebstählen (in Aschau „nur“ neun Mal im vergangenen Jahr angezeigt worden), zu Rauschgift-Delikten sowie zu den Unfall-Zahlen. Auch zwölf Umwelt-Delikte wurden registriert. Insgesamt zeigten 2.374 Streifenwageneinsätze, dass die Polizei seit der Grenzöffnung zu Österreich noch mehr unterwegs ist. Der gesamte Sicherheitsbericht liegt bei der Gemeinde Aschau zur Einsicht auf. „Bleiben wir selbst zusammen mit der Polizei wachsam und melden wir Auffälligkeiten gleich weiter“, mit diesem Appell schloss Bürgermeister Öttl die letzte Gemeinderatssitzung in „alter Besetzung“ mit dem Polizei-Bericht ab.
Tourismus
sowie Kultur- und Vereinsarbeit haben in der Gemeinde Aschau einen
besonderen Stellenwert – aus den Bürgerversammlungen in Aschau und Sachrang: Sachrang (hö)
28.4.02 – Einen hohen Stellenwert misst Bürgermeister Kaspar Öttl mit seinem
Gemeinderat und seiner Verwaltung dem Tourismus und dem Vereinswesen in seiner
Gemeinde bei. Davon zeugten die ausführlichen Erläuterungen anlässlich der
gut besuchten Bürgerversammlungen in der Aschauer Festhalle und im Gasthaus
„Sachranger Hof“ in Sachrang. Dabei machte Öttl deutlich, dass in allen
Gemeindeteilen die Wichtigkeit des Wirtschaftsfaktors Tourismus sowie die
Jugend- und Gesellschaftsarbeit in den Vereinen nicht selbstverständlich sind.
„Der
Erhalt beziehungsweise die maßvolle Erhöhung der Gäste- und Übernachtungszahlen
und damit die Sicherung des Einkommens vieler Bürger und der Wirtschaftskraft
stehen an oberster Stelle“, so Öttl, der als gute und erfolgreiche Beispiele
hierfür die Maßnahmen über die bayerisch-tirolerischen Grenzen hinweg erläuterte.
Das „Öko-Kulturprojekt Hatzensstädt-Priental“ konnte nach drei Jahren mit
einem Gesamt-Volumen von 600.000 Euro abgeschlossen werden. Angefangen vom „Prientaler
Bergbauernladen“ über den Umbau der Sennerei in Hatzenstädt und zur
Neu-Errichtung des Müllner-Peter-Museums bis zur Verbesserung des fünf
Kilometer langen Öko-Kulturweges konnten vielerlei Erzeuger-, Produktions- und
Kulturstätten auf bayerischer und tiroler Seiter miteinander verbunden werden.
Zu den Maßnahmen, die gemeindlicherseits zur Förderung des Tourismus getätigt
werden, gehört auch der neue Landschaftspflegemaßnahmen-Plan. Hier gibt es vor
allem für die heimischen Landwirte für ihren Dienst an der Landschaft
finanzielle Gegenleistungen. Gerade für Sachrang sind mit dem Musuem mitsamt
Heilkräutergarten, nach der Wiedereröffnung des Posthotels und mit dem
erweiterten Wanderwege-Angebot die Chancen auf neue Gäste gewachsen. Die
Sachranger wie auch die Aschauer profitieren überaus stark an der seit 1996
bestehenden Werbegemeinschaft „Grenzenlos zwischen Kaiser und König“. Wie Bürgermeister
Öttl mitteilen konnte, wurde im Vorjahr die dritte und letzte Dekade des von
der EU eingerichteten Interreg-II-Programmes abgeschlossen. „Seit Anbeginn
wurden von den 14 Gemeinden insgesamt 818.000 Euro für touristisches Marketing
ausgegeben. Zeitgleich haben sich die Gästezahlen in dieser Region um 7,9
Prozent auf über 500.000 sowie die Übernachtungen um 4,6 Prozent auf ganz 3.04
Millionen erhöht“, bilanzierte der Aschauer Bürgermeister, der in diesem
Zusammenhang seinem Tourist-Info-Leiter Wolfgang Bude für seinen Fleiß und für
seine Ideen dankte. Wichtig für die Sachranger war im Vorjahr die edv-gestützte
Anbindung an das Info-Terminal-Netz mit der Gemeinde.
Erhöhung
des Kurbeitrages
Viele
Neuanschaffungen und Investitionen, die Sanierung der Festhalle, die kostenlose
Buslinie Bernau-Sachrang, die Landwirtschafts-Förderung sowie verstärkte
Beteiligungen beim Tourismusverband Chiemsee sind nur einige Punkte, die den
Gemeinderat von Aschau zu einer maßvollen Anhebung des Kurbeitrages auf 1 Euro
(Kurzone I) veranlasste. Aufgrund bekannter Anmelde-Lücken in den Reihen der
Vermieter kündigte Öttl den Einsatz eines Gästekontrolleurs für dieses Jahr
an. Letztlich gilt es, sich gemeinsam, qualifiziert und ehrlich um gute Übernachtungs-
und Wirtschaftszahlen zu bemühen. Als arg schlechte Beispiele in Bezug auf die
Anmeldemoral wies Öttl auf einige Häuser in der Gemeinde Aschau hin, die nicht
einmal zehn Prozent Auslastung erreichen. „Wenn ein gewerblicher Betrieb mit
67 Betten nur 6,7 Prozent Auslastung hat oder ein 22-Betten-Haus nur 5,8 Prozent
im Jahr zusammenbringt, dann stimmt hier etwas nicht mehr“, monierte Öttl.
Mit dem Wegfall des Würzburger Heimes und mit der Schließung des
Pater-Rupert-Mayer-Heimes gehen Zig-Tausende von Übernachtungen im Jahr
verloren. „Wenn dann auch noch das Mutter-Kind-Kurzentrum wegen der aktuellen
Problematik schließen müsste, wäre dies eine mittlere Katastrophe“, so der
Bürgermeister. Auch wenn inzwischen mit der Krankenkasse eine vorübergehende
Vereinbarung für die Mutter-Kind-Kuren getroffen worden ist, gilt es in dieser
Angelegenheit wachsam zu bleiben. Große Hoffnungen setzt man in der Gemeinde
Aschau auf einen neuen Hotelbetrieb, der nicht den bestehenden Anbietern zur
Konkurrenz werden soll, sondern neues Gäste-Potential nach Aschau bringen wird.
Mit der Kernaussage „Unfreundlichkeit macht viel kaputt“ und mit dem
Hinweis, dass es am 16. Mai in Aschau eine eigene Tourismusversammlung im
Burghotel geben wird, bat Öttl um gute Mitarbeit im Umgang mit den Gästen.
50
Gemeinschaften sorgen für Kultur- und Vereinsarbeit
Genau
50 Vereine beschäftigen sich derzeit in Aschau um das Kultur- und Vereinswesen.
Zuletzt gründeten sich der Verein „Integratives und Therapeutisches Reiten“
sowie der Förderverein für die Musikkapelle Aschau. „Ausstellungen, Konzerte
und weitere Angebote haben Aschau über die Gemeindegrenzen zu einer attraktiven
Veranstaltungsstätte gemacht, dafür möchte ich
mich einmal besonders bedanken“, so der Bürgermeister, der dem
Gewerbeverein für seine Gemeindeblatt- und Weihnachtsbeleuchtungs-Aktionen noch
extra Dank sagte. Zur Kulturarbeit würdigte Öttl vor allem die umfassenden
Anstrengungen zur Ortschronik, die seit 1997 bereits 15 Bände hervorgebracht
hat. Im Juni diesen Jahres sollen noch drei Bände fertig werden. Weitere sollen
im Herbst folgen und anschließend gibt es noch eine Gesamt-Chronik. Bis zum 31.
Dezember 2001 wurden bereits 184.000 Euro ausgegeben. Aufgrund einiger Sponsoren
für die einzelnen Bände sowie wegen der guten Verkaufszahlen gibt es
allerdings kein großes Finanzrisiko für die Gemeinde. Für die restlichen
Quellenbände mit unterschiedlichen Themen werden noch ein paar Geldgeber und Förderer
gesucht (nähere Abstimmungen sind bei Wolfgang Bude in der Tourist-Info,
Telefon 08052-904938 möglich).
Viele Planungen in Aschau rund um den „sozialen Tisch“ für ältere und behinderte Mitbürger: Aschau (hö) 28.4.02 – Einiges vor haben die Aschauer in Bezug auf die Alten- und Behinderten-Hilfe in ihrer Gemeinde. Am „Runden Tisch“ fanden sich auf Einladung von Bürgermeister Kaspar Öttl Vertreter des Ökumenischen Sozialdienstes, der beiden Kirchen, des Bayerischen Roten Kreuzes, der Orthopädischen Kinderklinik, des Katholischen Frauenbundes von Aschau und Sachrang, des VdK, des Seniorenheimes Priental und der Altenbetreuung der Katholischen Kirche ein, um einander auf kommende Aufgaben abzustimmen. Ein erstes Ergebnis ist, dass der in den Vorjahren in der Festhalle von Aschau mit großem Erfolg durchgeführte Seniorennachmittag auch in diesem Jahr sein soll. Am Donnerstag, 13. Juni soll der Tag für die älteren Mitbürger mit einer kleinen Orts-Informationsfahrt sowie mit einem unterhaltsamen Teil in der Festhalle unter Einbeziehung der Orts- und Brauchtumsvereine vorbereitet werden. Erstmals geplant ist ein „Tag für behinderte Kinder aus der Kinderklinik“. Auch hier sollten die Vereine zum Mitmachen motiviert werden. Erste Bereitschaften für einen solchen Tag gibt es auch von den Soldaten der Bad Reichenhaller Patenkompanie. Ein Termin und ein noch für den Ausflug geeignetes Ziel wurden noch nicht festgelegt. Als dritte Aktion wird es am Sonntag, 23. Juni zu einem großen Dorffest kommen. Die dabei zu erwartenden Erlöse sind für die Jahresaktion der Gemeinde Aschau zugunsten der Baumaßnahmen bei der Orthopädischen Kinderklinik gedacht. Weitere Themen der Zusammenkunft rund um den sozialen Tisch der Gemeinde Aschau war der Vorschlag, im Herbst einen Bürger-Informationstermin zum Seniorenheim Priental zu veranstalten und die weiteren Verwendungsmöglichkeiten des ehemaligen Jugendraumes im Bahnhof von Aschau
150
Jahre Priener Liedertafel und 140 Jahre Chiemgau-Sängerkreis mit einer
eigenen Ausstellung im Priener Heimatmuseum eröffnet – Festwoche vom 4.-12.
Mai in Prien: Prien (hö) 28.04.02– „Im Sange rein und treu in Wort und
fest in Eintracht immerfort“, diese Überschrift über einen Bericht zu einem
Festkonzert vor 50 Jahren, das in den Priener Kur-Lichtspielen stattfand, gilt
nach wie vor für die Priener Liedertafel. So wie vor 150 Jahren das Singen und
Zusammenhalten im Mittelpunkt standen, so ist dies für auch für die aktuellen
Gemeinschafts- und Zuhörerfreuden gültig. Organisationstalent und Fleiß
bewirkten zudem, dass sich die Priener Liedertafel noch vor Beginn der großen
Veranstaltungen zum heurigen Jubiläum mit einer sehenswerten Ausstellung im
Priener Heimatmuseum präsentiert.
Hörenswert
zur Eröffnungsausstellung waren das Begrüßungslied und die Grußworte. Sowohl
Liedertafel-Vorstand Lothar Rechberger als auch Bürgermeister Lorenz
Kollmannsberger lobten nach der Herausgabe einer Chronik und einer Jubiläums-CD
die Ausstellung und die Herausgabe einer Festschrift. Rechberger dankte
zahlreichen Leuten, die sich in einer
schwierigen Zeit bereit erklärten, dem Verein und der Geschichte zu dienen.
„Heutzutage wird man schnell als Konsument durch Radio und andere Techniken
passiviert und degradiert. Das aktive Singen und Mitmachen würde mehr
Beteiligung verdienen. Wohlwollende Unterstützer wollen wir sehr begrüßen“,
so Rechberger, der bei seinen zum Teil nachdenklichen Dankesworten vor allem
Museumsleiter Karl J. Aß und Mitglied Heinz Knoblich ein „Vergelt´s Gott“
sagte. Lorenz Kollmannsberger als Mitglied und als „Erster Schirmherr“ lobte
die Liedertafel angesichts aktueller Ereignisse als gutes Beispiel, wie Leute
mit ihrer Freiheit und Freizeit umgehen. „Die Liedertafel ist echtes Stück
Heimatkunde und sie hat sich mit ihrem Auftrag über harte Zeiten hinweg bewährt“,
in diesem Sinne erinnerte Kollmannsberger auch an die Verdienste des vor kurzem
verstorbenen Mentor der Liedertafel Hansjörg Scheyerer. „Motor der heutigen
Liedertafel ist Lothar Rechberger, unterstützen wir ihn und seine gute
Gemeinschaft nach besten Kräften“, so der Bürgermeister, der mit seinem
Nachfolger Christian Fichtl die Schirmherrschaft gemeinsam vornehmen will.
Dessen Großvater war noch vor seiner Bürgermeisterzeit im Jahr 1932 als neues
Mitglied unter dem Eintrag „Peter Fichtl junior, Schmiedemeister von Prien“
zu entdecken.
Ausstellung
mit vielen Informationen
Die
Ausstellung als studierenswertes Stück Priener Geschichte im Priener
Heimatmuseum bietet in einem ganzen Raum durch ein Dutzend Tafeln, einer Vitrine
und einer Litfasssäule einen umfassenden Einblick in „150 Jahre Liedertafel
Prien“. Historische Festzeichen, die leider recht ausgefranste und einzige
Fahne, die dafür in recht gutem Zustand befindliche Original-Chronik der
Chiemgauer Musikvereine und der Liedertafel aus den Jahren 1852 bis 1907, Zinnkrüge
aus dem vorletzten Jahrhundert mit den eingravierten Namen der damaligen
Mitglieder, Urkunden, Noten, Texte, Plakate und nicht zuletzt die erst vor
kurzem von Bayerns Kultusminister Hans Zehetmair überreichte Zelter-Plakette
sind zu sehen. Viel gibt es zu lesen. Viel gab es aber auch zu erzählen. So zum
Beispiel von Emil Betz, dem ältesten Vereinsmitglied, der es sich nicht nehmen
ließ, zur Ausstellungseröffnung zu kommen. Ein Drittel der Jubiläumszeit war
Emil Betz mit dabei. Und natürlich gab es auch einiges zum Singen. Unter der
Leitung von Willi Weitzel zum Beispiel die aus seiner Feder entstandene
„Chiemsee-Hymne“. Dabei durfte sich Bürgermeister Kollmannsberger auch
einmal in die singende Riege der damen-beherrschten Liedertafel einreihen. Sein
Platz als Sopran-Sänger war allerdings eher für ein Erinnerungs-Foto – wie
Lenz Kollmannsberger freimütig zugestand.
Ausstellung
im Museum bis 15. Juni und Festprogramm im Großen Kursaal vom 4.-12. Mai
Die
Ausstellung „150 Jahre Liedertafel Prien“ wird bis zum 15. Juni im Priener
Heimatmuseum zu sehen sein. Dieses hat dienstags bis freitags von 10 Uhr bis 12
Uhr und von 15 Uhr bis 17 Uhr sowie samstags zusätzlich noch von 10 bis 12 Uhr
geöffnet. Am Samstag, 4. Mai
beginnt dann das große Jubiläumsprogramm, das
nach vielen Vorbereitungen für den 150. Geburtstag der Liedertafel Prien
und für den 140. Geburtstag des Chiemgau Sängerkreises allerhand verspricht.
Der Festabend im großen Kursaal wird vom „Coro Maranina“ aus der Priener
Partnerstadt Valdagno, vom Chiemgau-Gemeinschafts-Chor und vom Harfenduo
Schauer-Fischer gestaltet. Weitere Höhepunkte sind am Sonntag, 5. Mai ein
Festgottesdienst mit anschließendem Festzug und nicht zuletzt die Durchführung
des heurigen Kreissingens. Hierzu werden neben den Chiemgauer Chören auch
Gast-Chöre aus Radebeuel-Lindenau (bei Dresden) und Walluf (bei Wiesbaden)
erwartet. Den Abschluß des Festprogrammes bildet am Sonntag, 12. Mai
ein Kurkonzert im Großen Kursaal zum Thema „Chor und Jazz“ des „Con-Brio“-Chores
Prutting mit Combo.
Nach
50-Jahr-Feier im Vorjahr heuer das sportlich erfolgreichste Jahr bei den
Priener Handballern – Lob und Appell zum Zusammenhalt bei der Jahresversammlung:
Prien (hö) 26.4.02 – Das sportlich erfolgreichste Jahr geht für
die Handballabteilung des TuS Prien zu Ende. Die Erfolgsbilanz im 51. Jahr des
Bestehens zog sich ebenso wie ein roter Faden durch die Mitgliederversammlung in
der Sport-Gaststätte Alpenblick wie die Sorgen und Ideen, die sich nach dem
Erfolg ergeben. Schließlich gibt es mit der Meisterschaft der Männer in der
Bezirksoberliga nicht nur einen Landesliga-Aufstieg. Die zugleich zum
oberbayerischen Meister gekürten Mitglieder der Männermannschaft müssen sich
im nächsten Jahr höheren sportlichen Ansprüchen, weiteren Reisen und damit höheren
finanziellen Ausgaben stellen.
Nicht
nur die Männer der Hauptmannschaft trugen zur guten Saisonbilanz bei. Die
Damen-Mannschaft schaffte ebenfalls den ersten Platz in der Bezirksklasse. Und
die männliche Jugend C errang den Meistertitel und damit die Berechtigung zu
den wichtigen Aufstiegsspielen in die Bayernliga. Weitere Platzierungen waren
der 5. Platz der zweiten Männer-Mannschaft in der Bezirksklasse, der zweite
Platz der männlichen B-Jugend in der Bezirksliga, der vierte Platz der männlichen
D-Jugend in der Bezirksklasse, der vierte Platz der weiblichen A-Jugend in der
Bezirksoberliga, der vierte Platz der weiblichen B-Jugend in der Bezirksliga
sowie der dritte Platz der weiblichen D-Jugend in der Bezirksliga. „Eine außerordentlich
erfreuliche Gesamtbilanz, die all unsere im letzten Jahr von 154 auf nunmehr 180
Mitglieder angestiegene Mitgliedergemeinschaft stolz macht“, nach diesem Sinne
dankte Handball-Abteilungsleiter Erwin Genzinger allen Kräften, die sich vom
vorjährigen Jubiläums-Pfingstturnier bis zum nunmehr größten Erfolg in der
Vereinsgeschichte in irgendeiner Aufgabe eingesetzt haben. Die starke
Nachwuchsarbeit soll auch in Zukunft im Blickfeld stehen, zumal den 86
erwachsenen Mitgliedern ganze 94 Kinder und Jugendliche als Mitglieder gegenüberstehen.
Tribünen-Sorgen
in LTG-Halle
Um
für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet zu sein, gilt es in nächster
Zeit viele Fragen zu klären. In guter Abstimmung mit dem Hauptverein, dem TuS
Prien, sind Trainings- und Spiele-Durchführungen aufgrund der neuen Situation
ebenso zu klären wie Trainer- und Spielerbesetzungen für die nächste Spielzeit. Sowohl Peter Kapfer als Zweiter
TuS-Vorsitzender als auch Gemeinderat Walter Poppe sagten zu, dem Verein zu
helfen, wo dies möglich ist. Die Handball-Vorstandschaft wird zu weiteren
Beratungen eine Sorgen- und Wunschliste anfertigen, um weitere Abstimmungen
vornehmen zu können. Grundsätzlich soll die landkreiseigene Turnhalle beim
Ludwig-Thoma-Gymnasium das Trainings- und Spiele-Domizil bleiben. Auch wenn in
der Franziska-Hager-Halle größere Raum- und Zuschauer-Verhältnisse gegeben wären,
will man an den bisherigen Räumlichkeiten festhalten. Die schon seit einigen
Jahren ins Auge gefasste Ausstattung der LTG-Halle mit einer Tribüne bekommt
vielleicht durch die Handballer einen kleinen Kompromiß. Nachdem die großen
Umbauten zugunsten eines besseren Schulsportbetriebes für Tribünen über einer
neuen Sanitäranlage und über einem Geräteraum wohl noch ein wenig warten
lassen, wäre die Nutzung einer mobilen Zuschauertribüne für 100 bis 150
Personen denkbar. Erste Kostenangebote wurden eingeholt und sie sind laut
Meinung der Versammlung diskussionsfähig.
Große
Handballer-Feier am 6. Juli
In seiner Vorausschau gab Erwin Genzinger bekannt, dass am 6. Juli ein großes Handballfest als Aufstiegs- und Saisonabschlussfeier ab 17 Uhr geplant ist. Kassierin Maria Vodermair hatte zwar mehr ausgegeben als eingenommen, konnte aber dennoch ein positives Kassenergebnis vermelden. Um den zu erwartenden höheren Ausgaben gerecht werden zu können, werden verstärkt Sponsoren und spendable Handballfreunde gesucht. Erste diesbezügliche Ergebnisse konnten bereits vermeldet werden. Den beiden Trainingstagen in der Woche will man zur Festigung der sportlichen Fitness noch eine dritte Trainingseinheit anfügen. Diesbezüglich wird man auch mit dem Medical-Park in Bernau als neuem Leistungsdiagnostik-Standort Kontakt aufnehmen. Kurt Händlmayer regte an, bei Heimspielen der Erwachsenen-Mannschaften vermehrt nach Eintritts- und Verkaufs-Einnahmen zu suchen. Dieser Vorschlag wurde ebenso angenommen wie die Anregung, mit dem neuen Gemeinderat die fast fertig ausgearbeitete, zuletzt als antiquiert bezeichnete Ehrenordnung für den Sport in der Gemeinde Prien nunmehr zu beschließen. Erfreulich war die Meldung, dass sich aus Prien neun Leute für einen Schiedsrichterlehrgang angemeldet haben. Beifall gab es für einen zusammenfassenden Appel von TuS-Vorstand Peter Kapfer als er in seinem Gruß- und Schlußwort sagte: „Herzliche Gratulation zu den Super-Erfolgen, die ein Ergebnis des letztjährigen Zusammenhaltes waren. Die Landesliga ist schön und gut: aber jetzt geht die eigentliche Bewährungsprobe erst richtig los. Beweisen wir den Sportlern und Prienern, dass wir zu weiteren guten Leistungen imstande sind“, so Peter Kapfer, der sich gerne mit den aktiven Sportlern und Vereinsverantwortlichen bei den Priener Handballern für die Zukunftsplanung engagieren will.
Ehrung
für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Soldaten- und Kriegerkameradschaft
Aschau i. Chiemgau
Hochriesbahn zum „Jahr der Berge“ mit erweiterten Aktivitäten, Veranstaltungen und Service-Leistungen: Samerberg (hö) 25.4.02 – Mit vielen Neuigkeiten startet die Hochriesbahn in die heurige Saison. So werden das ganze Jahr über vielerlei Veranstaltungen im Tal beim „Parkstüberl“, in der Mittelstation bei der neu besetzten „Suppenhütte“ sowie beim „Bergbahnstüberl“ droben auf dem Berg. Ab Mittwoch, 1. Mai gibt es dann einen täglichen Fahrbetrieb der Sessellifte und der Kabinenbahn ab 8.30 Uhr bis 17 Uhr. „Im Internationalen Jahr der Berge wollen wir unser Angebot noch kundenfreundlicher gestalten“, so Hochriesbahn-Betreiber Josef Schwaiger. Die aktuellesten Neuigkeiten von der Hochries, dem aussichtsreichen Wanderberg für den Landkreis Rosenheim am Nordende der Alpen, können ab sofort von einem Wetter- und Fahrzeiten-Info-Telefon mit der Nummer 08032-975510 erfahren werden. Die kostenlose Prospekte zur Bahn sowie neue Infor-Broschüren gibt es bei der Bahn unter der Nummer 08032-989860 sowie beim Verkehrsamt der Gemeinde Samerberg, Telefon 08032-8606.
Vorteilskarte und Info-Tasche für Samerberger Gäste bei Anmeldung im Verkehrsamt: Samerberg (hö) 25.4.02 – Auch in diesem Jahr gewähren die Samerberger Wirte und Geschäfte zusammen mit dem Verkehrsverein, der Hochriesbahn und einigen Tourismuspartnern allen Gäten mit gültig erfolgter Anmeldung einige Vorteile. Die Gästekarte 2002 gibt es ab sofort im Verkehrsamt in Törwang, Telefon 08032-8606. Bestandteil der teilweise kostenlosen und zum Teil vergünstigten Angebote vom Chiemsee bis zum Wendelstein ist auch eine Informations-Tasche zur Freizeitgestaltung am Samerberg. Die vorteilhafte Gästekarte mit Unterlagen gibt es bei der Anmeldung durch Vermieter oder Gäste beim Verkehrsamt im Rathaus.
Samerberger Jahresprogramm mit einigen Jubiläen – Veranstaltungskalender 2002 kostenlos erhältlich: Samerberg (hö) 25.4.02 – Das Jahresprogramm 2002 für die Gemeinde Samerberg mit den verschiedenen Veranstaltungs-, Hochriesbahn- und Wirte-Angeboten liegt im Verkehrsamt in Törwang fertig vor. In der Liste der zahlreichen vereinsmäßigen und kirchlichen Veranstaltungen ragen heuer das 25jährige Gründungsfest der Samerberger Gebirgsschützen vom 25. Juli bis zum 31. Juli, der 40. Almkirta am 15. August auf der Doagl-Alm, das 5. Ententreffen in Törwang am 17./18. August am 18. August das zehnjährige Pächterjubiläum auf der Hochries der Bergbahnstüberl-Wirte mit dem „Grenzland-Sextett“ hervor. Das Programm gibt es kostenlos beim Verkehrsverein Samerberg, Telefon 08032-8606.
Rosenheimer
Wirte beraten sich auf dem Samerberg – Vortrag vom Entenwirt und Blick in
die Zukunft: Törwang
(hö) 17.4.02 – Mit unterschiedlichen Ergebnissen und Prognosen gehen die
Mitglieder des Rosenheimer Kreisverbandes vom Hotel- und Gaststättenverband in
die neue Saison. Zum Auftakt des Jahres trafen sich die Wirtinnen und Wirte bei
ihrem Kollegen Peter Schrödl, der zu Beginn seinen Gasthof „Zum Entenwirt“
vorstellte. Das vor acht Jahren begonnene Marketing-Konzept mit konsequenter
Umsetzung des „Enten-Themas“ in Gaststube, auf der Speisenkarte und in der Küche
hat sich bewährt. „Ohne Produkt Ente und ohne den Einsatz von drei Prozent
des Umsatzes für Werbung könnte mein Betrieb nicht existieren“, so Peter
Schrödl, der zwei Drittel seines Speisenumfanges aus Enten-Erzeugnissen und ein
Drittel von weiteren Angeboten zusammen bringt. Die Enten aus dem Märkischen
Land, einer typischen Geflügelgegend, werden voll verwertet, so unter anderem
auch für Suppen und Saucen. In einem zweiten Vortrag informierte Heinz Nitzsch
von der Firma Objekt system Design zu aktuellen Küchenplanungen.
Kreisvoristzender Franz Bergmüller gab weitere Termine für die Wirtegemeinschaft bekannt. So werden einige Vertreter am Montag, 22. April bei der Eröffnung des Chiemsee-Infocenters im Bernauer Hatzhof und am selben Tag in Rohrdorf zu einem Meinungsaustausch mit der Metzgerinnung sowie mit dem Bayerischen Bauernverband im Gasthof „Zur Post“ in Rohrdorf sein. Im Juni ist die Besichtigung des neuen Informationshauses vom Tourismusverband Chiemsee mit Besuch der gleich daneben befindlichen Gaststätte „Badehaus“ geplant. Weitere Planungen sind ein Herbstfestbesuch bei der Auer-Brauerei, die Betriebsbesichtigung bei „Höhenrainer Truthahndelikatessen“, der Besuch der Molkerei Bauer in Wasserburg, der Nikolaus-Stammtisch beim Gocklwirt in Baierbach sowie im Herbst eine Zusammenkunft im Hotel „Tatzlwurm“ zum Thema „Brauerei-Konditionen“. Reihum gaben die Wirte-Vertreterinnen und Wirte-Vertreter ein aktuelles Bild von Belegungen und Nachfrage. Ganz unterschiedlich waren die einzelnen Betriebsergebnisse. Einig war man sich, dass die Gäste im Rahmen der Euro-Umstellung mit dem Trinkgeld und mit den Nachspeisenn kleinlicher geworden sind. Manfred Kirner aus Bad Feilnbach gab bekannt, dass die Zeltbelegungen in diesem Jahr ungebrochen stark sind und dass er heuer erstmals Festwirt beim Flötzingerzelt auf dem Rosenheimer Herbstfest sein wird. Willi Mehlhart aus Bernau, der erst kürzlich sein 40jähriges Jubiläum vom Jägerhof feiern konnte, berichtete von einem guten Herbst und von einem schwachen Jahresstart in diesem Jahr. Willi Huber setzt zukünftig mehr auf die bewährten Suppenwochen und hofft, dass die Chiemsee-Gäste heuer von einer Mückenplage verschont bleiben. Richard Voglrieder gleicht manchen Rückgang durch Keglergurppen aus und will in Kürze in Schechen ein 70-Betten-Hotel mit 40 Zimmern erstellen. Auch in Pfaffing soll ein Hotel mit Gastwirtschaft entstehen. Claus Hähle, Zweiter Vorsitzender des BHG-Kreisverbandes Rosenheim, drückte seine Sorgen über den Fortbestand des Kur- und Tourismusverbandes Wendelstein aus. Der Neubeurer Wirt vom „Burgdacherl“ machte deutlich, dass seit dem Austritt von Bad Aibling ein Finanzloch entstanden ist und dass man mit den wenigen finanziellen Mitteln kaum noch Spielraum für Werbebewegungen hat. Erfreut zeigten sich die Wirtevertreter abschließend noch vom neuen Gastgeber-, Wirte- und Almen-Verzeichnis der Hochtalregion Samerberg.
Aschauer
verabschieden Gemeinderäte mit insgesamt
138 Dienstjahren für ihre Heimatgemeinde: Aschau
(hö) 17.4.02 – Zur letzten öffentlichen Gemeinderatssitzung in der zuletzt
sechs Jahre gültigen Zusammensetzung lud Bürgermeister Kaspar Öttl wenige
Meter von der Baustelle zum neuen Aschauer Rathaus in den Lesesaal vom Haus des
Gastes ein. Dabei sprach er den ausscheidenden Gemeinderatsmitgliedern seinen
Dank in Form von Urkunden- Fitness-Geschenk-Gutscheinen und Blumen aus.
Insgesamt 138 Jahre dienten die acht Gemeinderatsmitglieder ihrer
Heimatgemeinde. „Wollen wir hoffen, dass unausbleibliche Ärgernisse, Enttäuschungen
und Entbehrungen von mancherlei Erfolgen im Sinne der Sache übertroffen werden
konnten. Schließlich haben wir in den sechs Jahren für Aschau sehr viel
erreicht und mit den erreichten Zielen haben wir auch ein Stück Aschauer
Geschichte geschrieben“, sagte Bürgermeister Öttl, der dann von den bisher
16 Räten 8 in den „Parlaments-Ruhestand“ entsandte. Zukünftig wird der
Aschauer Gemeinderat aufgrund der gewachsenen Einwohnerzahlen 20 Leute umfassen,
so dass sich ab Mai für die Prientalgemeinde ein ziemlich neuer Gemeinderat präsentieren
wird. Unsere Aufnahme bei der Verabschiedung zeigt von links: Hans Moosbauer (Gemeindrat
seit 1984 und Dritter Bürgermeister von 1990 bis 1999), Bürgermeister Kaspar
Öttl, Josef Hobelsberger (Gemeinderat seit 1984), Johanna Wörndl (Gemeinderätin
seit 1996), Hans Rucker (30 Jahre Gemeinderat), Arno Sattler (Gemeinderat seit
1984), Michael Stuffer (30 Jahre Gemeinderat), Erich Scheck (Gemeinderat seit
1996) und Franz Pfaffinger (Gemeinderat seit 1990).
Steht
Mutter-Kind-Kurheim von Aschau vor dem Aus – AOK nimmt Zuzahlungen rückwirkend
zurück: Aschau
(hö) 17.4.02 – Grob enttäuscht von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK)
zeigte sich Bürgermeister Kaspar Öttl von der Gemeinde Aschau in der jüngsten
öffentlichen Sitzung des Gemeinderates. Vor wenigen Tagen traf am Vormittag
telefonisch und am Nachmittag per Telefax die Nachricht ein, dass rückwirkend
zum 1. April das Mutter-Kind-Heim von Aschau (ehemalige Stahmer-Schule) nur noch
kanpp die Hälfte von den bislang vereinbarten Zuzahlungen erhält. „Die Kürzung
bedeutet eventuell das Aus für diese Einrichtung und dies wiederum ist ein
schwerer Schlag für alle Betroffenen“, so Öttl in seiner ersten Reaktion.
Noch vor einem Jahr würdigten AOK-Vertreter das Mutter-Kind-Kurheim mit einem Gütesiegel
und mit festlichen Ansprachen. „Davon können wir uns heute nichts mehr
kaufen“, sagte Öttl mit dem Hinweis, dass im Falle einer Kurheim-Schließung
47 Arbeitsplätze, 25.000 Übernachtungen und 1.200 Gäste im Jahr betroffen wären.
Zusammen mit dem erst vor kurzem geschlossenen Pater-Rupert-Mayer-Heim (KAB)
sind im Jahr noch weitere 17.000 Übernachtungseinbußen zu berücksichtigen,
was bei einem durchschnittlichen Tagessatz von über 50 Euro pro Gast einen
Gesamt-Wirtschaftsverlust von rund 2,5 Millionen Euro für Aschau ausmachen würde.
Bürgermeister Öttl beteiligte sich erstmals in seiner Amtsgeschichte in
Rosenheim zugunsten des Kurheimes an einer Demonstration, hat aber aufgrund der
dabei gemachten Erfahrungen ebenso wenig Hoffnungen wie nach einem ersten
Kontakt mit dem Bayerischen Sozialministerium. Von dort heißt es, dass es sich
bei den AOK-Zusagen um freiwillige Leistungen ohne Rechts-Anspruch handelt.
„Wie es weitergeht, weiß ich nicht“, so Öttl nach einem Gespräch mit der
AOK. Diese erklärte lediglich, dass man derzeit überlege, die bereits vor
einigen Jahren einmal von vier Jahren auf drei Jahre verkürzte Kurzeit der Mütter
um eine weitere Woche auf dann zwei Wochen zu kürzen. „Aber dies kann nun
wirklich nicht im Sinne der Gesundheit unserer Mütter sein“, sagte abschließend
der Bürgermeister in seinen enttäuschenden Ausführungen zum
Mutter-Kind-Kurheim.
Volkstanzfreuden
und Terminvorschau auf dem Samerberg
Priener
Wirte-Elf zum Endspurt angetreten – bislang erfolgreiche Aktion endet am
Sonntag, 21. April – Abschluß mit original Puszta-Musik: Prien
(hö) 16.4.02 – Endspurt und nur noch wenige Tage bis zum Ende der diesjährigen
Priener „Wirtshaus-Frühlings-Aktion“ am Sonntag, 21. April. Doch schon
jetzt können die zwölf gastronomischen Mitglieder der „Priener Wirte-Elf“
mehr als zufrieden sein. „Bis jetzt haben wir die Erfolge der Vorjahre übertroffen“,
meinte Sprecher Helmut Estermann bei einer vorläufigen Bilanz. Er führt dies
auf die heurige Vielfalt und Abwechslung sowie darauf zurück, dass manche
Speisenkarten-Themen die Besucher ansonsten nur von ihren Reisen rund um die
Welt her kennen. Spezialitäten-Tage und sogar einige Veranstaltungen bei der
Gaststätte Alpenblick, im Wieningerbräu, im Schützenhaus sowie im Yachthotel
wurden von den Besuchern ebenfalls mit starker Teilnahme honoriert. Zum Ausklang
gibt es im Hotel Bayerischer Hof noch vom Donnerstag, 18. April bis Sonntag, 21.
April ein ungarisches Trio mit original Puszta-Musik. Nach dem Ende der Frühjahrsaktion
legen die Priener Wirte ihren Kochlöffel beileibe nicht in den Schoß. Im Mai
werden sie Partner der Jungbauernschaft sein, wenn diese ein mehrtägiges
Festzelt an der Beilhackstraße anbietet und am 25./26. Mai sind die Priener
Wirte dann richtig im Geschirr, wenn mit der Priener Tourismusgesellschaft und
mit dem Verband Priener Unternehmer das zweite New Orleans Musical-Festival
inmitten der Marktgemeinde über die Bühne geht. Mit einem Quiz-Fragebogen und
mit einem Treue-Nachweis für Mehrfach-Gäste können übrigens noch
Eintrittskarten für die heurigen Seebühnen-Aufführungen in Bernau-Felden
gewonnen werden.
Rauchclub
auf der Suche nach zeitgemäßen Inhalten – Bezirks-Vorstandschaft bei
Neuwahlen bestätigt: Prien
(hö) 16.4.02 – In fast familiärer Runde trafen sich die Mitglieder der
Rauchclubs aus Prien, Rimsting und Wildenwart zu ihrer Bezirksversammlung in der
Priener Sportgaststätte Alpenblick. Insgesamt 456 Mitglieder gehören dieser
Gemeinschaft an, wobei Prien mit 206, Rimsting mit 139 und Wildenwart mit 111 Männern
zu Buche schlagen. Kein Raucher-Verein, sondern ein in heutiger Zeit genauso wie
früher wichtiger sozialer Partner wollen die Rauchclubs bleiben. Dies erläuterte
an aktuellen Zahlen und Beispielen Bezirksvorsitzender Klaus Dingler. Die
Versicherungs-Vorschriften, die Altersstruktur sowie Auflagen der Regierung von
Oberbayern haben in letzter Zeit die Verantwortlichen der Rauchclubs eine
zeitgemäße Anpassung der Vereinsführung mit entsprechender Sterbegeldregelung
beschäftigt. „Wir sind moderner und notwendiger denn je“, sagte Klaus
Dingler mit Hinweis, dass es bis 40 Jahre möglich ist, dem Rauchclub
beizutreten. Das Sterbegeld ist derzeit bei 360 Euro.
Im
abgelaufenen Vereinsjahr mussten im Bezirk 13 Sterbefälle verzeichnet werden.
Dies veranlasste die Bezirksführung, die Aktivitäten und Möglichkeiten des
Rauchclubs noch mehr an die Öffentlichkeit zu tragen. Die sinnvolle und
solidarische Vereinigung von Männern in Form einer Sterbeversicherung wirkt
sich zu Lebzeiten auch zuweilen gesellig aus. So trifft man sich einmal im Jahr
innerhalb des Vereins zur informativen Mitgliederversammlung und einmal auf
Bezirksebene. Dass es dabei immer ein Weißwurstessen gibt, ist eine der guten
Traditionen. Zuweilen führen die Rauchclubs auch ein zünftiges Preisrauchen
durch. Obgleich der Vereinsname nichts mit dem Rauchen oder Nicht-Rauchen zu tun
hat, hat man sich diese Veranstaltung mit dem Bestreben, eine Zigarre möglichst
lange am Leben zu erhalten zu eigen gemacht. Auch an die Durchführung von
Preisschafkopfen und Ausflugsfahrten wird gedacht.
Bestätigung
der Führungsmannschaft – neuer Fahnenverwalter gesucht
Bei
der jüngsten Versammlung in Prien würdigte Zweiter Bürgermeister Rudi
Koschorz von der Marktgemeinde Prien das Engagement der Männer. „Gerade in
unserer Wohlstandsgesellschaft gilt es Gemeinsamkeiten mit sozialem Hintergrund
mehr denn je zu befürworten“, so der Bürgermeister.
Als Leiter der Neuwahlen freute sich Koschorz, dass alle Männer in ihren
Ämtern für weitere drei Jahre bestätigt werden konnten. Erster
Bezirks-Vorsitzender bleibt Klaus Dingler aus Prien, sein Stellvertreter Sepp
Oster aus Rimsting. Kassier ist Walter Jänicke aus Prien und Schriftführer
Franz Perko aus Wildenwart. Die Kassenprüfung im nächsten Jahr werden wieder
Martin Tiefenbacher und Rainer Knoll übernehmen. Das Amt des Fahnenverwalters
will nach langjährigen Verdiensten Georg Ammer in neue Hände geben. Nachdem
die Fahne derzeit im Katholischen Pfarrheim untergebracht ist, soll vorab mit
dem Priener Pfarrer und Mesner ein diesbezügliches Gespräch geführt werden.
In einer gesonderten Abstimmung erklärte man sich bereit, dass zukünftig vom
Mitgliedsbeitrag der Orte anstatt bisher 8 Euro nunmehr 10 Euro an die
Bezirkskasse zur Deckung der Sterbegeldauszahlungen abgeführt werden.
Priener Liedertafel vor 150. Jubiläums-Feier in Coburg mit seltener Zelter-Plakette ausgezeichnet: Prien-Coburg (hö) 15.4.02 – In den höchsten Tönen gelobt und von hohen Stellen gewürdigt wurde die Priener Liedertafel am vergangenen Wochenende. Im Rahmen eines Festaktes im Landestheater von Coburg überreichte der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Hans Zehetmair die sogenannte Zelter-Plakette. Diese ist eine Auszeichnung für Chorvereinigungen, die sich um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens verdient gemacht haben. Neben weiteren Chören aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern erhielt die Liedertafel Prien die Ehrung nachdem die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände über den Antrag positiv entschieden hatte. Erster Vorsitzender Lothar Rechberger und Schriftführerin Kathrin Götz nahmen aus den Händen von Staatsminister Zehetmair die Ehrenurkunde und die Plakette entgegen. Stellvertretend für Bundespräsident Johannes Rau wünschte der Bayerische Kultusminister der Priener Liedertafel im Rahmen ihres 150. Gründungsfestes im Mai ein gutes Gelingen. Wie die Priener Delegation nach ihrer Rückkehr aus Coburg mitteilte, fühlt man sich mit dieser Auszeichnung zusätzlich motiviert, die Festwoche vom 4. bis 12. Mai anzugehen. Zusätzlich erläuterte Lothar Rechberger die Ehrung noch wie folgt: „Carl Friedrich Zelter, nach dem die Plakette benannt ist, war der Lehrer von Felix-Mendelssohn-Bartholdy, durch welchen der junge Künstler als Wunderkind auch Johann Wolfgang von Goethe kennen lernte. Zelter gründete unter anderem mit der Berliner Liedertafel 1809 den ersten Männergesangsverein“. Zu den Festrednern und Gratulanten beim Festakt in Coburg gehörten unter anderem Peter Jacobi, Präsident des Fränkischen Sängerbundes, Norbert Kastner als Oberbürgermeister der Stadt Coburg und Dr. Adolf Eichenseer als Präsident des Nordbayerischen Musikbundes. Zu den weiteren geehrten Chören gehörten aus Bayern die Liedertafel Rott am Inn (ebenfalls Zelter-Plakette) sowie der Musikverein Grabenstätt und die Musikkapelle Reit im Winkl (jeweils Auszeichnung mit der Pro-Musica-Plakette).
Volles
Trachtenheim bei Frühjahrstanzfest in Hittenkirchen: Hittenkirchen
(hö) 15.4.02 – Konzert- und Tanzmusik vom Feinsten gab es einen schönen
Abend lang im bis auf den allerletzten Platz voll besetzten Trachtenheim von
Hittenkirchen. Gemeinsam spielten die Musikanten der Fellnerhof- und
Kohlbazi-Musi zu einem Frühjahrstanzfest auf. Unter der Tanzleitung von Jakob
Irrgang erfreuten sich die Besucher an einigen Figurentänzen mit der Münchner
Francaise als Höhepunkt. So wie die Musikanten selbst von Berchtesgaden bis
Garmisch-Partenkirchen nach Hittenkirchen kamen, so setzten sich auch die Tänzer
und Zuhörer aus einem großen Einzugsgebiet zusammen. Die nächste
Veranstaltung der Hittenkirchener Trachtler ist am Sonntag, 5. Mai der
traditionelle Jahrtag mit Kirchenzug, Gottesdienst und Versammlung.
Aschauer
Gebirgsschützen stehen vor einem aktiven Vereinsjahr – Aus der
Kompanie-Frühjahrsversammlung im Gasthof Brucker – am Donnerstag Fahrt nach
Rom: Aschau
(hö) 14.4.02 – Ein interessantes Jahr steht den Verantwortlichen und
Mitgliedern der Aschauer Gebirgsschützen-Kompanie bevor. Wie Hauptmann Totila
Meissner bei der jüngsten Zusammenkunft im Vereinslokal Brucker in Hohenaschau
mitteilte, beteiligen sich vier Aktive und eine Frau ab kommenden Donnerstag an
der Gebirgsschützen-Fahrt nach Rom. Anläßlich des 75. Geburtstages sowie der
jeweils 25jährigen Bischofs- und Kardinal-Jubiläen von Kurienkardinal Joseph
Ratzinger werden sich die bayerischen Gebirgsschützen mit insgesamt acht Bussen
auf den Weg über den Brenner machen. Ein Empfang bei Papst Johannes Paul II
wird ein besonderer Höhepunkt werden.
Für
eine zweite großartige Einladung fanden sich bislang noch keine Aschauer
Gebirgsschützen: vom 19. bis 24. September werden Traunsteiner, Bernauer und
weitere Chiemgauer Gebirgsschützen zur Steubenparade nach New York fliegen.
Gegenüber den Fahrten nach Rom und Amerika machen sich die Ausrück-Termine im
frisch herausgegebenen Jahreskalender eher bescheiden aus. Doch sind gerade die
Besuche mit Tradition im eigenen Land die wichtigsten Aufgaben für das gesamte
Gebirgsschützen-Team. Der Patronatstag wird am 5. Mai in Beuerberg mit dem
Trommlerzug Eurasburg besucht werden. Am 26. Mai beteiligen sich die Aschauer
Gebirgsschützen mit etwa einem Dutzend Aktiven an einem Schützenfest in Lana
in Südtirol. Zum 50jährigen Wiedergründungsfest am 16. Juni in Oberaudorf
werden die Aschauer wieder mit dem Trommlerzug Eurasburg aus der Nähe von
Wolfratshausen verstärkt ausrücken. Am 30. Juni geht es dann mit dem Bus zum
Alpenregionstreffen nach Prutz im Kaunertal. Weitere wichtige Termine sind am
28. Juli das Bataillonsfest Inn-Chiemgau bei der jubilierenden Gebirgsschützenkompanie
Samerberg und am 15. September die Ölberg-Wallfahrt in Sachrang. Dazwischen
sind zahlreiche Schieß-Termine zu erfüllen.
Neues
zu Waffenrecht und Ehrungen
Schwerpunkte
der heurigen Kompanie-Frühjahrsversammlung in Aschau waren neben den Terminen
einige Ehrungen und Ausführungen zum Schießwesen. Wie Totila Meissner
informierte, gilt es immer wieder neue Bestimmungen zu berücksichtigen. Genau
erläuterte er ein Übereinkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und
der Republik Österreich über die gegenseitige Anerkennung von Dokumenten für
die Mitnahme von Schusswaffen und Munition durch Angehörige traditioneller Schützenvereinigungen
und Sportschützen. Diesem Thema waren auch die jüngsten Waffensachkunde-Prüfungen
dienlich, denen sich einige Aschauer Gebirgsschützen in diesen Tagen
unterzogen. Unter der Leitung von Prüfungsvorsitzendem Totila Meissner stellten
sich die Prüflinge an drei Abenden zahlreichen Theorie- und Praxis-Fragen, die
vom Landratsamt vorgegeben waren. Alle Teilnehmer bestanden die Prüfung für
Kleinkaliber, Karabiner und Munition.
Zum
Ausrücken bei Festen erinnerte der Aschauer Hauptmann an den Appell von
Landeshauptmann Karl Steininger bei der jüngsten Bundesversammlung auf dem
Samerberg. „Wenn Gebirgsschützen, Musikkapellen und Trommlerzüge ein Fest
besuchen, dann ist die würdige Teilnahme bei einem Gottesdienst aus
christlichen Grundsätzen ein fester Bestandteil des Programmablaufes“, sagte
Meissner, der sich andererseits freute, noch zwei besondere Ehrungen für treue
Gebirgsschützen-Dienste aussprechen zu können. Eine Urkunde und die
Bundesverdienst-Medaille in Silber am Blauen Band erhielten die Kameraden
Korbinian Mayer und Erwin Kirsten. Mayer ist seit 31 Jahren aktiver Gebirgsschütze,
viele Jahre erster Fähnrich und Helfer bei den Schießwettbewerben. Erwin
Kirsten verdiente sich die Auszeichnund aufgrund seiner langjährigen Tätigkeiten
in der Kompaniemannschaft, mit guten Ergebnissen bei den Bundesschießen und als
Rottmeister von Frasdorf.
Mit
großer Freude verkündete Totilla Meissner, dass sich die Gebirgsschützenkompanie
Aschau in guter Abstimmung mit Bürgermeister Kaspar Öttl von der Gemeinde
Aschau um die Ausrichtung der Bundesversammlung 2004 in der Aschauer Festhalle
beworben hat.
Für
und Wider im Aschauer Bauausschuß – gleich zwei Reithallen-Pläne: Aschau
(hö) 3.4.02 – Eine Reihe von Bauangelegenheiten galt es für die Mitglieder
des Aschauer Bauausschusses bei ihrer jüngsten Sitzung im Mehrzweckraum der
gemeindlichen Tourist-Info nach der Bekanntgabe
von inzwischen auf dem Verwaltungswege erledigten Bauanträgen noch zu erörtern.
Nicht immer war das durchwegs einstimmige Abstimmungsergebnis für den Bauwerber
positiv. So beantragten die Eheleute Maier in Berg bei Sachrang die Errichtung
eines Pferdestalles mit Futterlager. Letztmals in der bereits längeren
Geschichte befasste ich der Bauausschuß mit dieser Angelegenheit im September
des Jahres 2000. Damals beschloss man, die Fachbereiche Wasserrecht und
Naturschutzrecht beim Landratsamt um eine Stellungnahme zu bitten, da ein
bereits errichteter Stadel ohne Baurecht zustande kam. Mit Schreiben vom 22.
November 2000 teilte das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim dem Landratsamt mit,
dass nach neuerlicher Ortseinsicht die Verrohrung des Wiesenbaches auf einer Länge
von rund 35 Metern festgestellt wurde. Viele weitere Schriftstücke bis zum
heutigen Tage machten deutlich, dass das bisher errichtete Gebäude noch nicht
legalisiert ist. Nach eingehender Diskussion, bei der man auch nach Wegen für
ein Entgegenkommen dem Bauwerber gegenüber suchte, versagte man wegen der
klaren Sachlage dem beantragten Bauvorhaben die Zustimmung, weil öffentliche
Belange des Naturschutzes, des Wasserrechtes und des Landschaftsbildes dieser
Zustimmung entgegenstehen.
Ein
deutliches Ja gab es für den Bauantrag von Walburga Dörfl zum Anbau einer
Betriebsleiterwohnung an die bestehende Lagerhalle in Außerkoy. Gleiches galt für
den Bauantrag der Grundstücksgemeinschaft Rosie zum Umbau des bestehenden
Wohnhauses in der Ganghoferstraße in Hohenaschau. Einer Befreiung von den
Festsetzungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der Dachgauben wurde ebenfalls
zugestimmt. Das gemeindliche Einvernehmen wurde weiters erteilt bei der
beantragten Erweiterung des bestehenden Balkons am Gebäude im Dreilindenweg 5a
von Karl-Hermann Hilverkus aus Wermelskirchen. Aus gestalterischen Gründen
wurde angeregt, die außenstehenden Balkonsäulen auf die Hauseckkantenflucht zu
verschieben. Einen gleichlautenden Antrag mit entsprechender Zustimmung gab es
auch für Frau Schübel-Hopf im Dreilindenweg 5. Ohne Baugenehmigungsverfahren
wurde im Rahmen eines Freistellungsverfahrens dem Neubau einer Garage und eines
Carports der Eheleute Dr. Harald und Imke Reischl am Weiherer Feld zugesagt. Bei
Vorlage eines formgerechten Bauantrages wird auch dem Antrag der Firma Myslik
Bau aus Grabenstätt zum Neubau eines Einfamilienhauses im Steinbachweg 9 und 10
zugestimmt.
Kein
Ja zur Wiedererrichtung der abgebrannten Holzhütte in Außerkoy
Im
Vorjahr brannte in Außerkoy eine Holzhütte ab, die zu Aufenthalten
zweckentfremdet wurde. Nunmehr kam von Horst Schubert aus Frasdorf ein Antrag
zur Wiedererrichtung. Der vorgesehene Kamin ließ erneut
nicht-landwirtschaftliche Nutzungen vermuten, so dass hier die Zustimmung
versagt wurde. Zurückgestellt wurde der Bauantrag der Eheleute Richard und
Ursula Brandl zum Neubau eines Carport mit Abstellraum am Forellensteg in
Hohenaschau. Vorab ist ein Gespräch mit dem Nachbarn, Herrn Eichinger
hinsichtlich der Situierung vorzunehmen. Für das Vorhaben der Eheleute Maria
und Dietmar Schaller zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage gab
es dagegen gleich grünes Licht. Zum Vorhaben von Lorenz Noichl und von Wolfgang
Bude junior, in Kreuzfeld (Gemarkung Umrathshausen) eine Reithalle für ein
Therapie-Reit-Zentrum in den Maßen von 54,8 Metern auf 41 Metern zu errichten,
gab es Hoffnungen. Der formlosen Bauvoranfrage wird grundsätzlich unter
Beachtung verschiedener Auflagen die Zustimmung erteilt werden. Ähnlich verhält
es sich mit dem zweiten Vorbescheids-Antrag auf Errichtung einer weiteren
Reithalle. Norbert Malterer will diese in den Maßen 40 mal 28 Meter ebenfalls
auf Umrathshausener Gemarkung erstellen. Nur wenn es sich um ein privilegiertes
Vorhaben handelt, wird das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Falls dem nicht so
ist, wird eine Ablehnung von Gemeindeseite zu erwarten sein. Ein Ja gab es für
Hans Schausbreitner, der eine Zimmerei-Halle mit Nebengebäude und mit
Betriebsleiterwohnung im Hohenaschauer Ortsteil Bach errichten möchte. Falls
Hermann Kiesmüller am Burgweg den vorgesehenen Neubau eines Wohnhauses mit
Garage vornimmt, dann hat er als Auflage die Erschließung über die
Privatzufahrt mit eingetragenen Geh- und Fahrtrechten zu erfüllen. Ansonsten
gab es eine einstimmige Zustimmung zu den vorgelegten Plänen. Abschließend
wurde noch dem Antrag von Marcus Grüsser aus Brixlegg zur Gestaltung des
Gartenzaunes in der Cramer-Klett-Straße 7 in Form von senkrechten
Fichtenbrettern mit 5 zu 1 Stimmen die Zusage erteilt.
Vorverkaufs-Vielfalt
in Aschau eröffnet: (Donnerstag – Sonntag); Elvis Special am 16.08.; Compania Leonor Moro,
Flamenco am 21.08. und Beatles vom 22. bis 25.08. Bis 15.05. gibt es 20% Frühbucherbonus auf
die Karten der Seebühne.
Karten
für die von der Tourist Info geplanten Schlosskonzerte im Preysingsaal auf
Schloss Hohenaschau sind ebenfalls schon zu haben. Die Termine: Sonntag, 09.
Juni, „Eine volksmusikalische Reise durch Europa“ mit den
„Herbstzeitlosen“. Sonntag, 07. Juli, „Kostbarkeiten der Klassik“ –
Arien und Duette mit Karin Wagenstaller-Schlosser und dem Bayreuther Opern- und
Operetten-Ensemble. Sonntag, 15. September, „Festlicher Barock“ mit den
Wiener Instrumentalsolisten. Die Karten für das FESTIVO 2002 (01.08. bis
26.08.) werden voraussichtlich ab Mitte April zur Verfügung stehen. Nähere
Informationen zur kulturellen Veranstaltungsvielfalt 2002 gibt es bei der
Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937.
Karten-Bestellungen sind ab sofort über
die neue Ticket – Online, Tel. 080052/904941 möglich.
Schloß, Prientalmuseum und Burgladerl wieder offen: Aschau (hö) 2.4.02 - Wie alle Jahre beginnen im April wieder die Führungen durch Schloß Hohenaschau. Auch das Prientalmuseum und das Burgladerl öffnen wieder ihre Pforten. Führungen werden in Monat April jeweils am Donnerstag (04., 11., 18. und 25. 04.), 09.30, 10.30 und 11.30 Uhr angeboten. Während dieser Zeit ist das Museum zu besichtigen und das Burgladerl mit seinem Brotzeit- und Warenangebot geöffnet. Zusätzlich lädt der Heimat- und Geschichtsverein alle Aschauer und Gäste dazu ein, Museum und Laderl am Sonntagnachmittag zu besuchen. Dazu ist jeden Sonntag von 07. April bis 27. Oktober von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Als besonderen Anreiz gibt es dazu im Burgladerl zum Kaffee immer selbst gebackenen Kuchen. „Eine angenehme Art, die Arbeit des Heimat- und Geschichtsvereins zu unterstützen, indem man einfach einmal am Sonntagnachmittag zum Kaffee-Trinken aufs Schloß wandert“, so Wolfgang Bude als Zweiter Vorsitzender des Vereins und als Leiter der Tourist-Info Aschau, die unter der Telefon-Nummer 08052-904937 weitere Auskünfte anbietet.
Österliches
Schießen in Aschau: Aschau
(hö) 1.4.02 – Eine rege Beteiligung von insgesamt 40 Frauen und Männern gab
es beim traditionellen Ostereierschießen der Königlich Priveligierten Feuerschützengesellschaft
von Aschau. Heuer wurde dieses Treffen noch mit dem
Josef-Hintler-Geburtstagsschießen verbunden. Beim Ostereierschießen kam es zu
folgenden Meistern und Gewinnern: Meister Damen: Christine Lengauer. Meister
Senioren: Horst Menges. Meister allgemein: Andi Lengauer. Meister Pistole: Georg
Lengauer. Glück Luftgewehr: Sebastian Feistl. Glück Luftpistole: Franz Kiesmüller
junior. Zum Geburtstagsschießen wurden Pokale gestiftet. Diese gingen an Georg
Lengauer (Pistole), Josef Reiter (Gewehr) und bei der Jugend an Martin Heinl,
der zugleich auch Meister in der Jugendklasse wurde. Vereinskameradin Luise
Praxl stiftete einige Osterlämmer, die es beim Schießen auf die Osterscheibe
zu gewinnen gab. Bei diesem Wettbewerb gab es für alle Teilnehmer einen Preis.
Der nächste Termin für die aktiven Aschauer Schützen ist am 13. April das
Historische Zimmerstutzenschießen.
Festliche Oster-Gottesdienste in der Pfarrei Prien a. Chiemsee: Prien (hö) 1.4.02 – Voll von Gläubigen besetzt an den festlichen Ostertagen war die Priener Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“. Höhepunkte waren dabei die Karfreitagsliturgie, die morgendliche Osternachtfeier sowie des Osterhochamt am Ostersonntag. Während in den Filialkirchen Greimharting (zusammen mit einer Taufe), Hittenkirchen und Wildenwart die Osternachtfeier jeweils am Samstagabend stattfand, trafen sich die Christen in Prien am frühen Morgen des Ostersonntages. Vor dem Einzug der Geistlichkeit und der großen Ministrantenschar wurde vor der Kirche das Osterfeuer entzündet. Dekan und Pfarrer Bruno Fink bezeichnete das Licht der Osterkerze als leuchtende Säule des Lebens. Die musikalische Gestaltung der Osternachtfeier von Prien übernahmen kurz vor Beginn ihrer Reise zu einem internationalen Wettbewerb in Italien die Mitglieder des Chores „Capella vocale“. Besonders festlich gestaltet wurde auch das Hochamt mit einer Messe in B-Dur für Soli, Chor und Orchester von Franz Schubert. Die Freuden und Geheimnisse der Auferstehung standen im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Fink. „Was mich in meiner Jugendzeit an der Osterbotschaft des Johannes-Evangeliums schon faszinierte, war und ist jener schlichte Satz, als ein Jünger an das Grab Jesu eintritt und es hierzu heißt: er sah und glaubte“, so der Geistliche. Den Abschluß des Ostersonntages bildete eine feierliche Vesper am Abend in der Pfarrkirche. Wie nahe Tod und Auferstehungsfreuden nicht nur in der Liturgie beieinander sind, musste man den Verkündigungen von Pfarrer Fink entnehmen. Allein an den Ostertagen verstarben vier Mitglieder der Priener Pfarrgemeinde. Aus den Reihen der Pfarrgemeinde und vor allem der großen Ehrenamtlichen-Schar sprach der Pfarrer noch ein großes „Vergelt´s Gott“ für all die Bemühungen zum Gelingen der Ostertage. Angefangen vom Mesner Pius Grannensberger bis zu den Ministranten waren viele Kräfte im Einsatz, damit die Priener Pfarrkirche wieder einmal im österlichen Glanz erstrahlte und die Gottesdienste zu eindrucksvollen Feiern werden konnten.